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Terrorgruppe
Mindestens zwölf Tote bei Überfall von Boko Haram in Kamerun

Die Sekte Boko Haram
Die Sekte Boko Haram FOTO: dpa, axs
Jaunde. Die islamistische Terrorgruppe Boko Haram aus Nigeria hat im Nachbarland Kamerun zwei Dörfer überfallen und mindestens zwölf Menschen getötet. Die Extremisten hätten die beiden Dörfer Bia und Diana nahe der Grenze am späten Donnerstagabend angegriffen, die Häuser geplündert und niedergebrannt, teilte ein Armeesprecher am Freitag telefonisch mit.

Kamerun schickte den Angaben zufolge Truppen in das Gebiet. Es habe bereits erste Festnahmen gegeben, sagte Oberst Jacob Kodji weiter. Soldaten aus Kamerun, dem Tschad und Niger helfen seit Wochen Nigeria im Kampf gegen Boko Haram. Es gelang ihnen bereits, die Extremisten aus Dörfern im Nordosten Nigerias zu vertreiben, die diese monatelang beherrscht hatten.

Boko Haram lehnt westliche Einflüsse ab und will im vorwiegend muslimischen Norden einen Gottesstaat errichten. Ihr Aufstand dauerst seit fast sechs Jahren an. Durch die damit verbundene Gewalt kamen allein 2014 etwa 10 000 Menschen ums Leben. Mehr als 1,5 Millionen hätten fliehen müssen, heißt es.

(ap)
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