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UN-Klimaschutzkonferenz in Mexiko: Boliviens Präsident spricht von "Völkermord"

zuletzt aktualisiert: 10.12.2010 - 06:39
Cancún (RPO). Im Streit um das Kyoto-Protokoll wird der Ton auf der UN-Klimaschutzkonferenz rauer. Boliviens Präsident Evo Morales sagte am Donnerstag im mexikanischen Cancún, ein Verzicht auf das Klimaschutzabkommen würde einen "Völkermord" bedeuten. "Wenn wir das Kyoto-Protokoll hier in den Abfalleimer werfen, würden wir uns verantwortlich machen für einen Mord an der Wirtschaft, einen Mord an der Umwelt, ja für Völkermord, denn wir würden der Menschheit insgesamt Schaden zufügen", rief Morales den Delegierten aus 194 Staaten zu. Der bolivianische Präsident pochte zugleich auf ein energischeres Vorgehen beim Klimaschutz. Er verwies darauf, dass in seinem Land bereits heute viele Menschen unter dem Klimawandel leiden würden, weil wegen Dürre die Ernteerträge zurückgingen. Die reichen Länder sollten daher ihre Hilfen für die Entwicklungsländer auf die Beträge aufstocken, die sie heute für Militär und Sicherheitskräfte ausgeben.
Quelle: AFP

 
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