Ein Bombenanschlag in einem christlichen Vorort von Beirut hat am Mittwoch vier Menschen das Leben gekostet.
Unter den Toten war ein ranghoher Armeeoffizier, Generalmajor Francois Hadschdsch, wie die amtliche libanesische Nachrichtenagentur NNA meldete.
Hadschdsch galt als möglicher Kandidat für die Nachfolger von Heereschef Michel Suleiman, sollte dieser zum Präsidenten gewählt werden.
Auch sein Leibwächter kam ums Leben. Mehrere weitere Menschen wurden verletzt.
An Autos und Häusern in dem Gebiet entstand großer Schaden. Rettungskräfte suchten nach weiteren Opfern, wie ein Sprecher des libanesischen Roten Kreuzes erklärte.
In Baabda befindet sich auch der Präsidentenpalast.
Das Verteidigungsministerium und die Heeresführung sind in der Ortschaft Jarse ganz in der Nähe untergebracht.
Der Anschlag fällt in die Zeit der schwersten politischen Krise im Libanon seit dem Ende des Bürgerkriegs von 1975 bis 1990.
Seit dem Ende der Amtszeit von Präsident Emile Lahoud ist das Land ohne Staatsoberhaupt.
Die Spaltung des Parlaments in ein prowestliches Regierungslager und die prosyrische Opposition mit der Hisbollah hat bislang die Wahl eines Nachfolgers verhindert.