Gegen Afghanistan-Einsatz: Briten sammeln fast 30.000 Unterschriften
zuletzt aktualisiert: 22.12.2009 - 06:27London (RPO). In Großbritannien haben Familien von in Afghanistan getöteten Soldaten fast 30.000 Unterschriften gegen den Einsatz ihrer Armee am Hindukusch gesammelt. "Dieser Krieg wurde unter falschen Vorwänden und mit ungenügender finanzieller und materieller Ausstattung begonnen."
Das sagte der Vater eines in Afghanistan getöteten Soldaten am Montag bei der Übergabe einer Petition am Regierungssitz von Premierminister Gordon Brown. "Dieser Krieg ist eine Farce. Er ist unmoralisch und ungerecht", fügte ein anderer Angehöriger hinzu.
In Großbritannien ist der Einsatz in Afghanistan auch deshalb umstritten, weil die Zahl getöteter Soldaten im Jahr 2009 sprunghaft gestiegen ist. Seit Januar starben bereits mehr als hundert Armeeangehörige, insgesamt waren es seit Beginn des Einsatzes im Jahr 2001 nach offiziellen Angaben 241.
Erst kam Wochenende kam in der Unruheprovinz Helmand erneut ein britischer Soldat ums Leben. Wie das Verteidigungsministerium am Montag mitteilte, starb der Mann am Sonntagabend möglicherweise durch den versehentlichen Beschuss von Kameraden.
Großbritannien stellt in Afghanistan mit 9000 Soldaten das größte Truppenkontingent nach den USA. Brown hatte Mitte Oktober angekündigt, dass Großbritannien die Zahl seiner Soldaten auf 9500 aufstocken werde.
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