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Zahlreiche Fälle in der Vergangenheit: Britische Behörden verlieren erneut vertrauliche Daten

zuletzt aktualisiert: 22.08.2008 - 06:18

London (RPO). Es ist ja fast schon so etwas wie Tradition: In Großbritannien sind erneut vertrauliche Behördendaten verloren gegangen. Dieses Mal ist es ein Speicherstick, der vermisst wird. Er enthält Daten über sämtliche 84.000 Gefangenen in England und Wales.

Auf dem Speicherstick waren vertrauliche Daten gepeichert. Foto: RPO/cs

Das sagte eine Innenministeriumssprecherin am Donnerstag. Demnach meldete eine im Auftrag des Innenministeriums arbeitende Dienstleistungsfirma den Verlust der Daten.

Neben den Informationen über die Häftlinge seien auf dem Speichermedium auch die Daten von rund 30.000 Menschen mit sechs oder mehr Verurteilungen enthalten, sagte die Sprecherin weiter. Demnach wurde eine Fahndung nach dem Computer-Stick eingeleitet. In den vergangenen Monaten musste die britische Regierung wiederholt peinliche Datenpannen einräumen.

Im vergangenen Jahr gingen zwei Datenträger mit den Informationen über 25 Millionen Bürger, die Kindergeldzahlungen vom Staat erhalten hatten, in der Post verloren. Im März gestand die Regierung in London, dass aus britischen Amtsstuben mehr als tausend Laptops verloren gingen oder gestohlen wurden.

Im Januar räumte das Verteidigungsministerium ein, einem Marine-Offizier seien Daten von 600.000 Menschen gestohlen worden, die sich nach Karrieremöglichkeiten beim Militär erkundigt hatten.

Im Frühjahr tauchten zudem vertrauliche Unterlagen aus dem Innenministerium auf, die über eine Internet-Auktion an Dritte gelangt waren. Im Juni waren streng geheime Dokumente über das Terrornetzwerk El Kaida und die irakischen Sicherheitskräfte in einem Londoner Zug gefunden worden.

Quelle: afp

 
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