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Anstoß für Treffen in Pittsburgh: Brown will G-20 zur Weltregierung machen

zuletzt aktualisiert: 22.09.2009 - 06:10

Berlin (RPO). Der britische Premierminister Gordon Brown hat weitreichende Pläne mit der Gruppe der 20 führenden Industrienationen, den G-20. Er will die Staatenrunde langfristig zu einer Art Weltwirtschaftsregierung formen.

Großbritanniens Premier schmiedet Zukunftspläne mit den G-20.  Foto: POOL, AFP
Großbritanniens Premier schmiedet Zukunftspläne mit den G-20. Foto: POOL, AFP

Die Gruppierung der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer solle sich regelmäßig treffen, um Wachstumsstrategien zu beraten, sagte Brown der Tageszeitung "Die Welt". "Die G20 haben die Welt gemeinsam vor dem Kollaps des Finanzsystems gerettet." Dies sei eine große Chance langfristig zusammenzuarbeiten.

Die Staats- und Regierungschefs der G-20-Staaten kommen am Donnerstag und Freitag in Pittsburgh in den USA zusammen. Geht es nach dem britischen Premier, sollen solche Treffen künftig zu einer regulierenden Institution werden. "Die politischen Führer müssen sich regelmäßig treffen und sich gegenseitig beraten, was jedes einzelne Land für ein globales, nachhaltiges Wachstum tun kann", sagte Brown. Ein Anfang sei gemacht, noch würden die G-20-Staaten jedoch nicht eng genug zusammenarbeiten. Ihm schwebe ein "neuer Weg" vor, die "Weltwirtschaft global zu regieren".

Brown sagte weiter, dass die G-20-Staaten nur gemeinsam zu einer Lösung für Manager-Gehälter, Steueroasen und die Überwachung des Bankensektors kommen könnten. Er erwarte in Pittsburgh für diese Felder eine Einigung. "Globale Probleme erfordern globale Lösungen und Handlungen", sagte Brown. Er wollte sich aber nicht dazu äußern, ob er sich notfalls auch auf eine europaweite Regulierung einlassen würde, sollte die US-Regierung nicht mitziehen. Die Frage stelle sich nicht, da er sicher sei, dass sich Europa und USA einigen könnten, sagte der britische Regierungschef.

Vor dem G-20-Gipfel in Pittsburgh haben indes Globalisierungskritiker das Vorgehen der Polizei in der Stadt im US-Bundesstaat Pennsylvania kritisiert. Die Polizei versuche schon jetzt, potenzielle Demonstranten einzuschüchtern, sagte ein Mitglied der Initiative resistG20.org am Montag (Ortszeit) der Nachrichtenagentur AFP in Pittsburgh. "Wir haben Informationen, dass einige festgenommen und sogar angeklagt wurden. " Inzwischen seien aber offenbar alle wieder auf freien Fuß.

Quelle: AFP/pst

 
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