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Sri Lanka: Bürgerkrieg fordert 20.000 zivile Opfer

zuletzt aktualisiert: 29.05.2009 - 12:08

London (RPO). Der Bürgerkrieg in Sri Lanka hat nach Angaben einer britischen Tageszeitung mehr Zivilisten das Leben gekostet als bisher angenommen. Laut der "Times" sind in der Schlussphase der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Tamilenrebellen mehr als 20.000 unschuldige Menschen getötet worden, die meisten von ihnen durch Armeebeschuss.

Der Bericht widerspricht den Angaben der srilankischen Regierung, wonach die Armee seit dem 27. April auf den Einsatz schwerer Waffen verzichtet und zudem eine Schutzzone für Flüchtlinge respektiert habe.

Fotos von provisorischen Massengräbern, Berichte von Augenzeugen, vertrauliche UN-Dokumente und die Analysen von Experten widersprächen der offiziellen Darstellung, schrieb die "Times".

Demnach kamen laut UN-Schätzungen bis Ende April 7000 Zivilisten ums Leben. Danach sei die Zahl der zivilen Opfer stark gestiegen: Bis zum offiziellen Ende des Bürgerkriegs am 19. Mai seien täglich rund weitere 1000 Zivilisten gestorben, berichtete die Zeitung weiter.

Nach Angaben des von der "Times" zitierten Rüstungsexperten Charles Heyman können die Waffen der Tamilentiger LTTE nur für einen geringen Teil der Opfer verantwortlich gewesen sein. Luftaufnahmen sprächen vielmehr dafür, dass die Menschen unter Armee-Beschuss geraten sein müssen.

Ein Vertreter der srilankischen Regierung in London wies die Vorwürfe zurück. Kein Zivilist sei durch Bombardements der Regierungstruppen ums Leben gekommen, sagte er der "Times". Wenn Zivilisten starben, dann durch die LTTE-Rebellen, die sie an der Flucht hindern wollten, sagte er weiter.

Quelle: AFP

 
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