Demonstrativer Humor: Bush-Doppelgänger im Weißen Haus
zuletzt aktualisiert: 30.04.2006 - 09:55Washington (rpo). US-Präsident George W. Bush demonstriert seinen Humor: Zum jährlichen Dinner der Korrespondenten im Weissen Haus lud Bush einen Doppelgänger und einen Komiker ein, die Witze über den Präsidenten reißen durften.
"Meine Damen und Herren, ich fühle mich heute Abend sehr munter. Ich habe den Umbruch im Weißen Haus überstanden", sagte er zur Eröffnung der Veranstaltung am Samstagabend.
Doppelgänger Steve Bridges stahl dem Präsidenten jedoch mehrmals die Show: Bush redete in freundlichen Worten zu den Korrespondenten, während Bridges seine wirklichen Gedanken aussprach.
"Die Medien ärgern mich wirklich. Sie versuchen, mich lächerlich zu machen, indem sie meine Zitate nicht redigieren", sagte Bridges. Na ja, lasst uns anfangen, damit wird bald ins Bett kommen." Bush sagte: "Ich freue mich sehr, hier zu sein, genauso wie Laura." "Sie ist heiß", entgegnete der Doppelgänger.
Ebenfalls eingeladen war der Komiker Stephen Colbert, der in seiner Sendung "The Colbert Report" regelmäßig über das Washingtoner Establishment herzieht. "Ich glaube, dass die Regierung am besten regiert, die am wenigsten regiert", sagte er. "Gemessen an diesem Standard haben wir im Irak eine fantastische Regierung geschaffen."
Zweifelhaftes Lob
Er lobte den Präsidenten als einen Mann der "am Mittwoch glaubt, was er am Montag geglaubt hat, egal was am Dienstag passiert ist".
Die Medienorganisationen hatten neben Politikern auch Prominente aus Unterhaltung und Sport zu dem Essen eingeladen. Unter den Gästen waren der frühere Botschafter Joseph Wilson und seine Ehefrau, die enttarnte Geheimdienstagentin Valerie Plame, Rapper Ludacris, Schauspieler James Denton aus der Serie "Desperate Housewives", der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, und Tennisspielerin Anna Kournikova.
Die Korrespondenten zeichneten auch einige ihrer Kollegen aus, unter ihnen Deb Riechmann von der Nachrichtenagentur AP. Er hatte als erster über die Nominierung von John Roberts für den Obersten Gerichtshof berichtet.
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