Irak: Bush fordert Bestrafung der Folter-Verantwortlichen
zuletzt aktualisiert: 12.12.2005 - 19:40Washington (rpo). Nachdem bekannt wurde, dass offenbar in irakischen Gefängnissen 13 Häftlinge misshandelt worden seien, hat US-Präsident Bush die Misshandlung der Gefangenen verurteilt. Er forderte eine Bestrafung der Verantwortlichen.
Die USA unterstützten die Bemühungen der irakischen Regierung um Aufklärung des Falls, sagte Bush am Montag in einer Rede im US-Bundesstaat Pennsylvania. Die "Washington Post" hatte zuvor unter Berufung auf Aussagen irakischer und US-Vertreter von dreizehn Gefangenen berichtet, die in einem Gefängnis des irakischen Innenministeriums misshandelt worden seien.
Mit Blick auf die Parlamentswahl im Irak am Donnerstag sagte Bush, diese werde "nicht perfekt" sein. Allein wegen einer erfolgreichen Wahl würden die Aufständischen nicht aufgeben. Im Verlauf der Geschichte sei es noch keinem einzigen Staat gelungen, den Übergang zu einer freiheitlichen Gesellschaft ohne Rückschläge zu vollziehen, "auch nicht den Vereinigten Staaten", betonte Bush.
Seit dem US-Einmarsch im März 2003 seien im Irak vermutlich rund 30. 000 Iraker und 2140 US-Soldaten getötet worden, räumte Bush ein. Dennoch markiere die Einführung der Demokratie im Irak einen "Wendepunkt" für den Nahen Osten. Der Präsident absolviert derzeit eine Redereise durch die USA, um für seine in jüngster Zeit verstärkt in die Kritik geratene Politik im Irak zu werben.
Die El-Kaida-Gruppe im Irak und drei weitere islamistische Gruppen riefen am Montag die Bürger des Landes zum Boykott der Wahlen auf. Der Urnengang sei ein "teuflischer Plan" zur Schwächung der heiligen Krieger, des islamischen Glaubens und der Lehren des Propheten Mohammed, hieß es in einer im Internet veröffentlichten Erklärung, deren Echtheit zunächst nicht bestätigt werden konnte.
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