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Birma: Bush und Ban Ki-moon wollen Druck auf Regime erhöhen

zuletzt aktualisiert: 31.10.2007 - 06:21

Washington (RPO). US-Präsident George W. Bush und UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wollen den Druck auf das Militärregime in Birma erhöhen. Darüber verständigten sie sich in einem Telefongespräch am Dienstag. Es seien ernsthafte Gespräche zwischen der Militärregierung und der demokratischen Opposition notwendig, um zu einer demokratischen Regierung zurückzukehren.

Das sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Dan Perino. Ban habe Bush gesagt, dass der UN-Sondergesandte Ibrahim Gambari frühestens am Donnerstag nach Birma zurückkehren werde. Ein UN-Sprecher erklärte, es gebe allerdings noch keine konkreten Termin für die Reise Gambaris.

Angesichts des angekündigten Besuchs des UN-Sondergesandten hat die Militärregierung in Birma sieben Dissidenten freigelassen. Es handelt sich um Mitglieder der Partei von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die im Zuge der blutig niedergeschlagenen Proteste vor rund einem Monat inhaftiert worden waren.

Ein Sprecher der Partei erklärte, nach wie vor seien mindestens 150 der 300 im September verhafteten Parteimitglieder im Gefängnis. Vielen werde medizinische Hilfe verweigert, die Haftbedingungen seien sehr hart.

Die Regierung hat eigenen Angaben zufolge während der Proteste etwa 3.000 Menschen verhaftet, die meisten inzwischen aber wieder freigelassen. Bei den Demonstrationen wurden nach Regierungsangaben zehn Menschen getötet, oppositionelle Gruppen sprechen von bis zu 200 Toten.

Die weltweite Kritik am Militärregime hatte massiv zugenommen, nachdem es friedliche Massenproteste Ende September gewaltsam niedergeschlagen hatte. Mehrere Nationen hatten daraufhin den Druck auf das Regime verstärkt. So verhängten die USA und Australien Wirtschaftssanktionen.

Quelle: ap

 
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