"Diese Regierung foltert nicht": Bush verteidigt Verhörmethoden
zuletzt aktualisiert: 05.10.2007 - 18:16Washington (RPO). US-Präsident Bush hat das harte Vorgehen der Behörden gegen Terrorverdächtige als erfolgreich und gesetzeskonform verteidigt. Bush bezog sich dabei auf Geheimdokumente des Justizministeriums, in denen Medienberichten zufolge unter anderem Schläge auf den Kopf und simuliertes Ertrinken erlaubt wurden.
"Wenn wir jemanden finden, der Informationen über einen Angriff auf Amerika hat, kann man darauf wetten, dass wir ihn festhalten und verhören", sagte Bush am Freitag während einer eilig einberufenen Pressekonferenz im Weißen Haus. Die Bürger erwarteten vom Staat, dass er sich diese justiziablen Informationen beschaffe und die Nation beschütze, sagte Bush.
Für diese Aufgabe stehe ein Team von Spezialisten bereit, "die für diese Aufgabe trainiert sind und jene Informationen gewinnen, die das amerikanische Volk schützen werden".
Die "New York Times" hatte am Donnerstag über die geheimen Dokumente berichtet. Darin sollen unter anderem Schläge auf den Kopf, simuliertes Ertränken und frostige Temperaturen erlaubt worden sein, um Verdächtige zum Reden zu bringen. "Diese Regierung foltert nicht", sagte Bush.
Bushs Sicherheitsberaterin Frances Townsend sagte im Sender CNN, bei den Verhören werde "mit der am wenigsten harschen Methode" begonnen. "Es hört auf, wenn jemand kooperativ wird." Die Regierung dürfe es nicht zulassen, dass "Amerikaner getötet werden, nur weil wir keine harten Schritte unternommen haben". Die Zahl der Verhörspezialisten bezifferte Townsend auf weniger als hundert.
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