Ex-Präsident "weiß es mit Gewissheit": Carter wirft Bush-Regierung Folter vor
zuletzt aktualisiert: 11.10.2007 - 15:59Washington (RPO). Der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter hat der gegenwärtigen Regierung in Washington Menschenrechtsverletzungen und Folter vorgeworfen.
Auf die Frage, ob unter Präsident George W. Bush der Einsatz von Folter bei Verhören gebilligt wurde, sagte Carter in einem CNN-Interview: "Ich glaube das nicht nur, ich weiß es mit Gewissheit." Der Friedensnobelpreisträger widersprach Bush, der in der Vorwoche den Einsatz von Folter gegen Terrorverdächtige in US-Obhut bestritten hatte. "Das ist keine zutreffende Äußerung", sagte Carter. Auf die Frage, ob Bush also gelogen habe, entgegnete Carter: "Der Präsident hat selbst definiert, was wir tun, und die Folterung von Gefangenen autorisiert, ja."
Das Weiße Haus wies die Kritik des früheren Präsidenten umgehend zurück. "Die Vereinigten Staaten foltern nicht", sagte Bushs Sprecherin Dana Perino. "Unsere Verhörmethoden sind hart, sicher, notwendig und legal." In der vergangenen Woche hatte die "New York Times" ein vetrauliches Dokument des Justizministeriums aus dem Jahr 2005 veröffentlicht, in dem unter anderem simuliertes Ertränken, Schläge auf den Kopf und eisige Temperaturen gebilligt werden.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum