Filmische Begleitung: Chávez lädt Oliver Stone zur Geiselbefreiung ein
zuletzt aktualisiert: 29.12.2007 - 12:01Caracas (RPO). Venezuelas Staatschef Hugo Chávez ist für seine Extravaganzen bekannt. Die von ihm in die Wege geleitete Geiselbefreiung, für Samstag in Kolumbien geplant, soll offenbar filmisch dokumentiert werden. Hierfür lud der Präsident keinen geringeren als den US-Filmemacher Oliver Stone ein.
"Das ist wunderbar, ich habe so etwas noch nie gemacht. Ich bin stolz, dabei zu sein", sagte Stone am Freitag auf dem Flughafen von Santo Domingo, von wo die Hubschrauber mit Vertretern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz gestartet waren.
Stone wurde mit Filmen wie "Platoon", "Geboren am 4. Juli" oder "JFK - Tatort Dallas" weltberühmt. Er drehte aber auch eine Dokumentation über den kubanischen Herrscher Fidel Castro und erhielt offenbar gerade aus Teheran die Genehmigung, ein ähnliches Stück über den iranischen Präsidenten Ahmed Ahmadinedschad zu drehen. Ob er während der Geiselübergabe, die am Samstag stattfinden sollte, direkt filmen würde, sagte Stone nicht.
Zwei Hubschrauber aus Venezuela waren am Freitagabend in Villavicencia in Kolumbien gelandet. Die Teilnehmer der Mission warteten auf die Bekanntgabe des Übergabeortes und wollten am Samstag drei Geiseln von der kolumbianischen Guerillaorganisation FARC übernehmen.
Dabei handelt es sich um eine Mitarbeiterin der Politikerin Ingrid Betancourt, Clara Rojas, sowie deren in Gefangenschaft von einem Guerillero gezeugten dreijährigen Sohn Emmanuel. Die dritte ist die ehemalige Abgeordnete Consuelo González. Rojas wurde im Februar 2002 zusammen mit der damaligen Präsidentschaftskandidatin Betancourt von der FARC verschleppt.
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