Venezuelas Präsident hält Urteil für unfair: Chavez verteidigt "Carlos" als Revolutionskämpfer
zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 12:11Caracas (RPO). Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat seinen in Frankreich inhaftierten berüchtigten Landsmann "Carlos" als revolutionären Kämpfer verteidigt. Er glaube, dass das Urteil gegen Ilich Sanchez Ramirez - genannt "Carlos, der Schakal" - unfair gewesen sei, sagte Chavez am Freitagabend in Caracas.
Ramirez werde vorgeworfen, ein Terrorist zu sein, er sei aber ein wichtiger Revolutionär und einer der stärksten Kämpfer für die palästinensische Sache gewesen. "Ich verteidige ihn", betonte Chavez in seiner im Fernsehen übertragenen Rede an sozialistische Politiker.
"Carlos" geriet in den 70er und 80er Jahren als mutmaßlicher Drahtzieher einer Reihe von Anschlägen und Entführungen in die Schlagzeilen. Er wurde 1994 im Sudan festgenommen und sitzt wegen Mordes an zwei französischen Geheimdienstlern eine lebenslange Haftstrafe in Frankreich ab. Er war auch Anführer eines Überfalls auf die OPEC-Konferenz 1975 in Wien, an der die deutsche Terrorgruppe "Rote Zora" beteiligt war.
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