Kampf gegen den Terrorismus gemeinsam angehen: Cheney: "Ideologien der Gewalt bei Wurzel packen"
zuletzt aktualisiert: 24.01.2004 - 11:51Davos (rpo). Im Kampf gegen den Terrorismus hat US-Vizepräsident Dick Cheney zu einer engeren internationalen Zusammenarbeit aufgerufen. Er will die "Ideologien der Gewalt bei der Wurzel zu packen".
Vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos forderte Cheney am Samstag, die zivilisierte Welt müsse "alles in ihrer Macht Stehende tun, um Terrorismus zu bekämpfen und die Verbreitung von Massenvernichtungswaffen zu stoppen". Diesen Gefahren müsse die Welt gemeinsam begegnen; Kooperation sei "heute wichtiger als in der Vergangenheit".
Es gehe darum, die "Ideologien der Gewalt bei der Wurzel zu packen", indem die Demokratie "im ganzen Mittleren Osten und darüber hinaus" gestärkt werde. Cheney ist einer der Architekten der Präventiv-Doktrin, mit der sich Washington das Recht vorbehält, ohne internationale Zustimmung in anderen Ländern militärisch einzugreifen.
Von der Regierung in Iran forderte Cheney, ihre Zusagen einzuhalten, keine Atomwaffen zu entwickeln. Die USA werfen Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Mit der Unterzeichnung des Zusatzprotokolls zum Atomwaffensperrvertrag, das unangekündigte Kontrollen durch UN-Inspekteure erlaubt, gibt sich Washington nicht zufrieden. Iran hatte das Protokoll am 18. Dezember unterzeichnet.
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