Tibet-Konflikt: China gibt erstmals Tötung von Demonstranten zu
zuletzt aktualisiert: 30.04.2008 - 07:47Peking (RPO). China hat zum ersten Mal seit Beginn der Unruhen in Tibet zugegeben, dass die Staatsgewalt jemanden getötet hat. Nach Berichten staatlicher Medien wurde eine tibetischer "Aufständischer" von der Polizei erschossen.
Der Vorfall habe sich in einer von vielen Tibetern bewohnten Region in der Provinz Qinghai ereignet, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch. Auch ein Polizist sei bei der Schießerei am Montag getötet worden.
Bisher hatte China immer darauf bestanden, dass die Streitkräfte bei ihren Einsätzen in Tibet und umliegenden Provinzen niemanden getötet haben. Offiziellen Angaben zufolge starben bei den Anfang März begonnenen Unruhen 20 Menschen. Dafür seien aber tibetische "Aufständische" verantwortlich gewesen, heißt es aus Peking. Nach Angaben der tibetischen Exil-Regierung wurden bei der Niederschlagung der Unruhen durch die chinesische Armee und Sicherheitskräfte mehr als 200 Menschen getötet.
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