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Diplomatie
China und Taiwan tauschen Spione aus

China und Taiwan tauschen Spione aus
Die Präsidenten von China und Taiwan hatten sich Anfang November zum ersten Mal sei Jahrzehnten wieder zu Gesprächen getroffen. FOTO: dpa, ww sh jak
Taipeh. China und Taiwan haben wenige Wochen nach dem historischen Treffen ihrer Präsidenten Spione ausgetauscht. China ließ zwei Offiziere des taiwanesischen Militär-Geheimdienstes nach mehr als neun Jahren Haft frei, im Gegenzug setzte Taiwan einen chinesischen Agenten auf freien Fuß.

Das teilte die Regierung Taiwans am Montag mit. In der Erklärung hieß es, der Agentenaustausch sei ein Zeichen des guten Willens nach dem Treffen der beiden Präsidenten. Anfang November waren Chinas Staatschef Xi Jinping und sein taiwanesischer Kollege Ma Ying Jeou in Singapur zusammengekommen - es war das erste Treffen von Präsidenten beider Staaten seit 1949.

China sieht den Inselstaat Taiwan, der demokratisch regiert wird, als abtrünnige Provinz an. Dorthin hatten sich die im Bürgerkrieg unterlegenen Nationalchinesen, die Kuomintang, 1949 vor den siegreichen Kommunisten geflüchtet.

 

(lsa/REU)
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