kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
FILES-US-CHINA-TIBET-OBAMA-DALAILAMA
  Foto: AFP FILES, AFP
Kommentare ()

Botschafter einbestellt: China verurteilt Dalai-Lama-Besuch

zuletzt aktualisiert: 19.02.2010 - 06:29

Peking/Washington (RPO). China hat den Empfang des Dalai Lamas bei US-Präsident Barack Obama als Einmischung in innere Angelegenheiten scharf verurteilt. Das Außenministerium in Peking bestellte am Freitag den amerikanischen Botschafter ein und erklärte, das Gespräch im Weißen Haus verletzte die Gefühle der Chinesen.

Die chinesische Botschaft in Washington äußerte sich "nachhaltig verstimmt". Obama sagte dem Friedensnobelpreisträger bei dem Treffen am Donnerstag Unterstützung bei der Wahrung von Kultur und Menschenrechten in Tibet zu.

Mit dem einstündigen Gespräch riskierte Obama eine Eiszeit in den derzeit ohnehin belasteten Beziehungen zu China. Der Dalai Lama warf Peking nach dem Treffen eine "kindische" Tibet-Politik vor. Auch die Reaktion der Regierung auf tibetische Forderungen nach mehr Autonomie innerhalb Chinas kritisierte das Oberhaupt der tibetischen Buddhisten vor Journalisten als "begrenzt".

Er erwarte eine negative Reaktion Pekings auf sein Treffen mit Obama im Weißen Haus, fügte der Dalai Lama hinzu. Obamas Sprecher Robert Gibbs lobte seinen Ansatz, gewaltfrei und im Dialog mit der chinesischen Regierung eine Lösung für sein Volk zu finden.

Der Termin in Washington wurde protokollarisch auf einer symbolischen Ebene gehalten, um weiterer chinesischer Verärgerung vorzubeugen. Obama empfing den Dalai Lama im sogenannten Kartenraum, in den gewöhnlich private Gäste des US-Präsidenten gebeten werden. Staatsempfänge finden dagegen im Oval Office statt. Kameras waren nicht zugelassen, um einen unauffälligen Charakter der Begegnung zu unterstreichen. Peking betrachtet den Dalai Lama als Separatisten, weil er für die Unabhängigkeit Tibets eintrete. Der Dalai Lama weist diese Darstellung zurück.

Obama ermutigt Initiativen für Dialog mit Peking

In dem Meinungsaustausch mit dem US-Präsidenten sei es um die Förderung der Menschenrechte, religiöse Harmonie und Belange des tibetischen Volkes gegangen, erklärte der Dalai Lama. Obama sagte, er unterstütze den Einsatz des Friedensnobelpreisträgers für die Bewahrung der tibetischen Kultur und die Menschenrechte seines Volkes. Er ermutigte außerdem die Initiativen des Dalai Lamas für einen Dialog mit der chinesischen Regierung.

Obama wollte sich bei allen Bemühungen, Peking nicht weiter zu verärgern, aber auch nicht noch einmal dem Vorwurf aussetzen, vor der Kritik aus Peking einzuknicken. Genau dies wurde ihm im vergangenen Oktober zur Last gelegt, denn damals wurde der in Washington weilende Dalai Lama nicht empfangen. Die Tibeter zeigten sich auch mit einem privaten Treffen zufrieden. Schon dies gebe ihnen das Gefühl, nicht gänzlich von der Welt vergessen zu werden, sagte Lodi Gyari, ein Gesandter des Dalai Lamas.

Auch die Treffen des buddhistischen Geistlichen mit früheren US-Präsidenten fanden in der Regel ohne Pressebegleitung statt. Obamas Vorgänger George W. Bush zeigte sich allerdings 2007 mit dem Dalai Lama bei einem öffentlichen Termin, als dem Tibeter eine hohe Auszeichnung des US-Kongresses verliehen wurde. Dies löste scharfe Proteste in China aus.

Quelle: AP/tim

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Jugendliche verprügeln Frauen in Mönchengladbach

Polizei hofft auf Videomaterial aus Aachen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services