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Bemühen um neue multinationale Gespräche im Atomstreit: Chinesische Delegation vermittelt in Nordkorea

zuletzt aktualisiert: 29.10.2003 - 09:26

Peking (rpo). Eine chinesische Delegation will im Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea vermitteln. Zu Beginn hat Chinas Parlamentspräsident Wu Bangguo dazu aufgefordert, die Gespräche über ein Ende des Atomprogramms wieder aufzunehmen.

Zu Beginn seines Besuchs am Dienstag in Pjöngjang sagte Wu Bangguo bei einem Treffen mit seinem Amtskollegen Kim Yong Nam, der Nummer Zwei in Nordkoreas Machthierarchie, die Nuklearfrage sei "sehr kompliziert". "Aber egal welche Schwierigkeiten oder welche Komplikationen entstehen, wir sollten immer an dem richtigen Weg einer friedlichen Lösung durch Dialog festhalten", zitierte ihn das chinesische Staatsfernsehen.

Die Dreier-Gespräche im Frühjahr mit Nordkorea, den USA und China sowie die Sechser-Runde mit zusätzlich Südkorea, Japan und Russland Ende August seien "nützlich" gewesen und "haben eine Rolle gespielt, eine Verschlechterung der Situation zu vermeiden", betonte Wu Bangguo. Südkoras Außenminister Yoon Young Kwan äußerte in Seoul die Hoffnung, dass eine neue Sechser-Runde bis spätestens Mitte Dezember zu Stande kommt. Der Parlamentschef ist der ranghöchste chinesische Besucher seit der Visite des damaligen Präsidenten Jiang Zemin 2001.

Seit Dienstag ist auch der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe, Hartmut Koschyk (CSU), in Pjöngjang. Während seines fünftägigen "Höflichkeitsbesuchs" will er sich nach Angaben der deutschen Botschaft in Seoul mit Vertretern der nordkoreanischen Obersten Volksversammlung, des Außenministeriums und der Arbeiterpartei treffen.


 
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