| 16.56 Uhr

"Lebensgefahr im unfreien Regime der Türkei"
32 Türken beantragen politisches Asyl in Griechenland

Athen. Am Samstag hat eine Gruppe türkischer Staatsbürger in Griechenland politisches Asyl beantragt. Die 32 Türken sowie ein mutmaßlicher Schleuser hatten am Freitag von der Türkei aus zur nur wenige Kilometer entfernten griechischen Inselgruppe Inousses übergesetzt.

Sie sollen nach Informationen des griechischen Fernsehsenders Skai am Samstag der Staatsanwaltschaft der Ägäisinsel Chios überstellt werden.

Bei den Flüchtlingen handelt es sich nach Polizeiangaben um Studenten, Lehrer, Ärzte sowie eine Familie mit vier minderjährigen Kindern. Sie alle hätten angegeben, ihr Leben sei im "unfreien Regime" der Türkei in Gefahr.

Für Griechenland bedeuten türkische Flüchtlinge stets eine diplomatische Herausforderung. So streitet Ankara nach wie vor mit Athen um die Auslieferung von acht Militärs, die im Juli 2016 während des gescheiterten Militärputsches in der Türkei mit einem Hubschrauber nach Griechenland geflohen waren. Der höchste griechische Gerichtshof hatte den Auslieferungsantrag Ankaras im Mai dieses Jahres abgewiesen.

(felt/dpa)
 
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