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Diskussion um Waterboarding
CIA-Chef kündigt Befehlsverweigerung gegen Trump an

CIA-Chef Brennan kündigt Befehlsverweigerung gegen Waterboarding an
CIA-Chef John Brennan will kein Waterboarding mehr FOTO: dpa, jsl ks sh cul
Washington. Klare Absage an Folter: Will ein künftiger US-Präsident wieder Waterboarding anwenden, wird sich CIA-Chef John Brennan dem widersetzen. Der republikanische Favorit Donald Trump hatte sich für die Wiedereinführung ausgesprochen.

CIA-Direktor Brennan kündigte Befehlsverweigerung für den Fall an, dass ein künftiger US-Präsident das sogenannte Waterboarding als Verhörmethode wieder einführen will. In einem Interview mit dem Sender MSNBC, das am Montag ausgestrahlt werden sollte, sgatee er: "Ich würde nicht zustimmen, wenn irgendein CIA-Mitarbeiter wieder Waterboarding ausführen sollte." Zuvor hatten sich bereits hochrangige US-Militärs ähnlich geäußert. 

Obama verbat die Verhörtechnik 

Die Methode gilt in vielen Ländern als Folter und simuliert das qualvolle Ertrinken des Befragten. US-Präsident Barack Obama hatte die Verhörtechnik kurz nach der Übernahme seines Amts im Jahr 2009 verboten. Zuvor war sie unter Präsident George W. Bush unter anderem im Kampf gegen Terroristen angewendet worden. Die Methode ist auch deswegen höchst umstritten, weil alle einschlägigen Studien besagen, dass das Erpressen von Informationen durch Folter nicht zielführend ist.

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Trump hatte angekündigt, er wolle "Waterboarding und noch viel Schlimmeres" wieder einführen, um Informationen von Terroristen zu erlangen. Sein republikanischer Mitbewerber Ted Cruz hatte erklärt, er wolle notfalls harte Verhörmethoden einführen, ohne Waterboarding aber explizit zu nennen.

(crwo/dpa)
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