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Im Fall dreier El-Kaida-Verdächtiger angewandt: CIA-Chef gibt Folter zu

zuletzt aktualisiert: 05.02.2008 - 21:26

Washington (RPO). Erstmals hat CIA-Chef Michael Hayden zugegeben, dass der Geheimdienst Al-Qaida-Anhänger mit der Methode des "Waterboardings" verhört hat. Dabei handelt es sich um eine Folter, bei der der Verhörte zu ertrinken glaubt.

Waterboarding sei im Fall der mutmaßlichen Mitglieder des Terrornetzwerks Al Qaida Khalid Sheikh Mohammed, Abu Zubaydah und Abdel Rahim el Nashiri eingesetzt worden, sagte Hayden am Dienstag vor dem Geheimdienstausschuss des Senats in Washington. Dies sei vor rund fünf Jahren geschehen, als mit neuen Terroranschlägen in den USA gerechnet worden sei. Die Verhörtechnik sei seit fast fünf Jahren nicht mehr angewandt worden.

"Lassen Sie mich sehr deutlich machen (...), dass Waterboarding nur bei drei Häftlingen angewandt wurde", betonte Hayden und nannte dann die Namen der mutmaßlichen El-Kaida-Kämpfer. Es war das erste offizielle Eingeständnis, dass CIA-Mitarbeiter diese Verhörmethode bei der Befragung von Terror-Verdächtigen einsetzten. Menschenrechtlern zufolge handelt es sich beim Waterboarding, bei dem der Verhörte zu ertrinken glaubt, um Folter.

Hayden betonte, die CIA müsse das Waterboarding nicht mehr anwenden, weil sich die Umstände seit der unmittelbaren Zeit nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 geändert hätten: "Wir haben es wegen der besonderen Umstände damals gegen diese drei wichtigen Häftlinge eingesetzt", sagte Hayden. Entscheidend sei gewesen, dass weitere "katastrophale Angriffe" in den USA befürchtet worden seien. Außerdem sei zu diesem Zeitpunkt nur wenig über El Kaida und die Vorgehensweise des Terrornetzwerks bekannt gewesen.

US-Justizminister Michael Mukasy hatte vergangene Woche vor dem US-Kongress gesagt, es gebe kein Waterboarding mehr, es sei "derzeit" als Verhörmethode nicht genehmigt. Der Minister wollte sich nicht dazu äußern, ob es sich beim Waterboarding um Folter handelt.

Mohammed hat sich selbst als der Planer der Anschläge vom 11. September 2001 dargestellt, Abu Zubaydah gilt als enger Mitarbeiter von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden, El Nashiri soll hinter dem Selbstmordanschlag auf das US-Kriegsschiff "USS Cole" im Jahr 2000 im Jemen stecken. Alle drei wurden zunächst in geheimen Gefangenenlagern der CIA festgehalten und befragt, bevor sie im Jahr 2006 ins Lager Guantanamo auf Kuba gebracht wurden.

Quelle: afp

 
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