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US-Sender: CIA-Geheimgefängnis auch in Litauen

zuletzt aktualisiert: 21.08.2009 - 12:58

Vilnius (RPO). Der US-Geheimdienst CIA soll einem Medienbericht zufolge in Litauen ein Geheimgefängnis für mutmaßliche Mitglieder des Terrornetzwerks El Kaida betrieben haben.

Unter Berufung auf einen "ehemaligen Verantwortlichen der CIA" berichtete der Fernsehsender ABC News am Donnerstag (Ortszeit), eines von weltweit insgesamt acht nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 eingerichteten geheimen CIA-Gefängnissen habe sich in dem baltischen Staat befunden.

Das litauische Außenministerium wies den Bericht umgehend zurück. Die "Gerüchte" um ein geheimes US-Gefängnis auf litauischem Territorium seien falsch, sagte am Freitag ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Dem Bericht zufolge befand sich das Gefängnis nahe der Hauptstadt Vilnius und wurde im Jahr 2005 geschlossen. In ihm wurden demnach acht Verdächtige festgehalten. Litauen habe mit der Einwilligung für das Gefängnis die Beziehungen zu den USA verbessern wollen, berichtete ABC News.

Der Europarat hatte 2007 Polen und Rumänien vorgeworfen, zwischen 2003 und 2005 CIA-Geheimgefängnisse für El Kaida-Verdächtige auf ihren Gebieten zugelassen zu haben. Die Regierungen beider Länder bestritten die Existenz derartiger Gefängnisse.

Am Donnerstag hatte die "New York Times" unter Berufung auf Geheimdienstkreise berichtet, die CIA habe im Jahr 2004 Mitarbeiter des umstrittenen privaten US-Sicherheitsunternehmens Blackwater rekrutiert, um die Anführer von El Kaida aufzuspüren und zu töten.

Das Geheimprogramm, das mehrere Millionen Dollar gekostet haben soll, sei aber im Juni vom neuen CIA-Chef Leon Panetta eingestellt worden, bevor es überhaupt zu einem Einsatz kam. Ein Grund dafür sei die Beteiligung eines externen Unternehmens an dem Programm gewesen. Ein CIA-Sprecher räumte ein, das Programm habe existiert. Die Teilnahme von Blackwater wollte er indes nicht bestätigen.

Quelle: AFP/csr

 
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