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Sicherheitskonferenz in Vietnam: Clinton greift Nordkorea scharf an

zuletzt aktualisiert: 23.07.2010 - 14:59

Hanoi (RPO). Die USA erhöhen den Druck auf Nordkorea. Auf einer Sicherheitskonferenz in Vietnam warf US-Außenministerin Hillary Clinton der Regierung in Pjöngjang "provokatives, gefährliches Verhalten" vor.

Sie verwies auf eine Untersuchung, derzufolge Nordkorea Ende März ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkte. "Eine friedliche Lösung der Probleme auf der koreanischen Halbinsel wird nur möglich sein, wenn Nordkorea sein Verhalten ändert", sagte Clinton auf der Konferenz, an der auch der nordkoreanische Außenminister Pak Ui Chun teilnahm.

Bei dem Treffen in Hanoi waren 27 Staaten vertreten, darunter die Teilnehmer der Sechs-Parteien-Gespräche zum nordkoreanischen Atomprogramm. Neben den USA und Nordkorea sind dies Südkorea, China, Japan und Russland.

Clinton forderte das sicherheitspolitische Regionalforum der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) auf, UN-Sanktionen gegen Nordkorea zu unterstützen. "Hier in Asien hat sich ein isoliertes und kriegslustiges Nordkorea in eine Kampagne gefährlicher Provokationen gestürzt", sagte Clinton laut vorab veröffentlichtem Redetext.

"Um Nordkorea dazu zu ermutigen, die Maßnahmen zu ergreifen, die es ergreifen muss, fordern wir unsere Freunde und Verbündete des ARF inständig auf, weiter die UN-Sanktionen vollständig und transparent umzusetzen", sagte Clinton. Pjöngjang müsse sein "provokatives Verhalten" aufgeben und seinen internationalen Verpflichtungen zur atomaren Abrüstung nachkommen.

Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist seit dem Untergang der "Cheonan", bei dem im März 46 Seeleute starben, sehr angespannt. Eine internationale Untersuchung ergab, dass das Schiff von einem nordkoreanischen Torpedo versenkt wurde. Pjöngjang bestreitet dies jedoch vehement. In dem Dorf Panmunjom an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea fanden am Freitag erneut Gespräche der beiden Seiten mit UN-Vertretern über den Untergang der "Cheonan" statt.

Nordkorea droht Konsequenzen für geplante Militärübung an

Nordkorea hat den USA und Südkorea mit Konsequenzen für ihre geplante Militärübung gedroht. "Es wird eine physische Antwort auf die von den US-Streitkräften eingesetzte Drohung geben", sagte ein nordkoreanischer Regierungsvertreter am Freitag auf einer Sicherheitskonferenz in Vietnam. US-Außenministerin Hillary Clinton warf Nordkorea erneut vor, Ende März ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt zu haben.

Seit dem Untergang des südkoreanischen Kriegsschiffs "Cheonan" mit 46 Toten haben sich die Spannungen auf der südkoreanischen Halbinsel deutlich verschärft. Nach Erkenntnissen eines internationalen Ermittlerteams wurde das Schiff durch einen nordkoreanischen Torpedo-Angriff versenkt. Als Reaktion kündigten die USA und Südkorea ein gemeinsames Manöver an, das am Sonntag stattfinden soll.

Der nordkoreanische Regierungsvertreter Ri Tong Il erklärte bei der Konferenz in Vietnam, diese Reaktion erinnere ihn an die "Kanonenboot-Diplomatie" des 19. Jahrhunderts. Er erklärte erneut, Nordkorea habe mit dem Untergang der "Cheonan" nichts zu tun.

Quelle: AP/apd/AFP/das

 
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