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panorama Hillary Clinton, Guido Westerwelle AP
  Foto: AP, AP
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Neue Afghanistan-Stragtegie: Clinton hofft auf deutsche Hilfe

zuletzt aktualisiert: 10.11.2009 - 07:44

Halle/Saale (RPO). US-Außenministerin Hillary Clinton hofft, dass sich Deutschland einer neuen Afghanistan-Strategie ihrer Regierung nicht verschließen wird. Clinton sagte dem Radiosender MDR info, es müsse verhindert werden, dass Afghanistan wieder eine Zuflucht für Terroristen wird, die von dort aus Deutschland, Amerika oder andere Freunde rund um die Welt angreifen.

"Wir hoffen, Deutschland wird dabei sein, denn es ist in unser aller Sicherheitsinteresse", sagte Clinton. Letztlich müssten das aber die deutsche Regierung und die Menschen in Deutschland entscheiden.

Clinton verwies darauf, dass Deutschland schon einen Beitrag in Afghanistan geleistet habe. "Deutschland hat nicht nur Truppen geschickt - und Verluste und Opfer bei diesen Truppen hinnehmen müssen. Deutschland hat auch zivile und finanzielle Unterstützung geleistet", sagte sie.

Die Außenministerin sagte, primär gehe es beim Einsatz der US-Truppen nicht um den wirtschaftlichen oder sozialen Fortschritt Afghanistans. "Den hätten wir natürlich auch gerne, aber dafür haben wir keine amerikanischen Truppen dahin geschickt", sagte Clinton. Die US-Soldaten seien in der Region wegen der Bedrohung, die von dort ausgehe.

Entlang der Grenze zu Pakistan würden ständig Anschläge geplant. "Unsere große Aufgabe ist, die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte zu beschleunigen", sagte sie. Deutschland habe dafür die Erfahrung und Expertise.

"McChrystal light"

US-Präsident Barack Obama nähert sich einer Entscheidung zur weiteren Strategie in Afghanistan. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP plant die Regierung die Entsendung von zusätzlichen Truppen im Umfang von mehreren zehntausend Soldaten.

Die von General Stanley McChrystal geforderte Verstärkung um 40.000 Mann soll aber nicht ganz erreicht werden. Im Weißen Haus wird der Plan daher als "McChrystal light" bezeichnet.

Die Entsendung der zusätzlichen Truppen soll wahrscheinlich im Januar beginnen, wie aus Regierungskreisen in Washington verlautete. Sie sollen den Auftrag erhalten, die Verteidigung von zehn besonders wichtigen Städten und Ortschaften zu festigen. Vorhut könnte eine Heeresbrigade in Fort Drum im US-Staat New York sein, die sich zuletzt noch auf einen Einsatz im Irak vorbereitet hat.

Quelle: DDP/csr

 
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