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US-Bundesstaat
Connecticut schafft Todesstrafe ab

Todesstrafe  in den USA
Todesstrafe in den USA FOTO: AP
Hartford. Das oberste Gericht des US-Bundesstaates Connecticut hat die Todesstrafe unter allen Umständen für verfassungswidrig erklärt. Diese Bestrafung sei grausam und unverhältnismäßig und lasse sich mit der Verfassung des Neuenglandstaates nicht in Einklang bringen, heißt es in dem Grundsatzurteil vom Donnerstag (Ortszeit).

Geklagt hatte ein verurteilter Mörder, der in der Todeszelle saß. Eduardo Santiagos Anwälte argumentierten mit der Willkürlichkeit, in der Urteile vollstreckt würden und der fehlenden Legitimation für die Höchststrafe.

Connecticut hatte die Todesstrafe vor drei Jahren offiziell abgeschafft. Das Verbot sollte allerdings nur für Personen gelten, die nach Inkrafttreten des Gesetzes verurteilt wurden. Dies führte zu der Situation, dass weiterhin elf Gefangene in der Todeszelle saßen. Praktisch verwandelt das oberste Verfassungsgericht des Neuenglandstaates die Todesurteile damit in lebenslange Haftstrafen. Seit 1976 war in Connecticut eine Person hingerichtet worden.

(KNA)
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