Ecuador: Correa feiert Sieg bei Präsidentenwahl
zuletzt aktualisiert: 27.04.2009 - 11:03Quito (RPO). Erste Prognosen sind sich sicher: Der linksgerichtete Staatschef Rafael Correa hat die Präsidentenwahl in Ecuador klar gewonnen. Der 46-Jährige ließ sich bereits kurz nach Schließung der Wahllokale am Sonntag als Sieger feiern.
Laut einem inoffiziellen Zwischenergebnis nach der Auszählung von gut drei Vierteln der abgegebenen Stimmen kam Correa auf 51 Prozent. Offiziell wurden ihm nach der Auszählung von elf Prozent der Stimmen 49 Prozent zugeschrieben. An zweiter Stelle folgte demnach der frühere Präsident und Putschführer Lucio Gutierrez. Er erreichte beim jeweils selben Auszählungsstand inoffiziell 28 Prozent und offiziell 31 Prozent.
Um die Wahl auf Anhieb zu gewinnen, benötigt Correa mehr als 50 Prozent der Stimmen oder mindestens 40 Prozent bei einem Vorsprung von zehn Punkten vor dem Nächstplatzierten. Andernfalls kommt es zur Stichwahl. Den vorläufigen Ergebnissen zufolge wäre Correa der erste ecuadorianische Präsident seit drei Jahrzehnten, der ohne zweite Abstimmung eine weitere Amtszeit antreten kann.
In seiner Heimatstadt Guayaquil feierte Correa mit Vertrauten und Anhängern bereits seinen Sieg. "Wir werden das ecuadorianische Volk niemals betrügen", rief er der Menge zu. "Ich glaube, deshalb haben wir so gewaltige Unterstützung bekommen." Seine Regierung habe Geschichte geschrieben.
Kritiker besorgt über Machtbefugnisse Correas
Der 46-Jährige ist in dem Andenstaat mit 14 Millionen Einwohnern ungemein populär. Kritiker meinen indessen, dass die neue Verfassung, die in einem Referendum im September von 64 Prozent der Wähler angenommen wurde, dem Präsidenten zu hohe Machtbefugnisse einräumt. Zudem kann sich Correa 2013 um eine weitere vierjährige Amtszeit bewerben, weil seine erste mit der Verabschiedung der neuen Verfassung automatisch abgekürzt wurde.
Bei der Wahl am Sonntag bestimmen die Wahlberechtigten auch eine neue Nationalversammlung sowie Gouverneure und Bürgermeister. Internationale Beobachter erklärten, es habe bei der Abstimmung keine ernsthaften Unregelmäßigkeiten gegeben.
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