Chirac empfängt im Juni unter anderem Bush, Schröder und Putin: D-Day: Staats- und Regierungschefs aus 17 Ländern werden feiern
zuletzt aktualisiert: 11.05.2004 - 16:08Caen (rpo). An der zentralen internationalen Gedenkfeier zur Landung der Alliierten in der Normandie vor 60 Jahren werden am 6. Juni Staats- und Regierungschefs aus 17 Ländern und der Europäischen Union teilnehmen.
Wie die regionalen Behörden am Dienstag im nordfranzösischen Caen mitteilten, sind zwischen dem 5. und den 7. Juni ingesamt 16 offizielle Feiern an der Ärmelkanalküste geplant. Nach Angaben von Präfekt Didier Cultiaux könnte diese Zahl je nach den Wünschen der Teilnehmer noch weiter ansteigen.
Die zentrale Gedenkfeier ist genau 60 Jahre nach dem "D-Day" 1944 am Nachmittag des 6. Juni im Dorf Arromanches im Verwaltungsbezirk (Département) Calvados geplant. Dazu hat Frankreichs Staatschef Jacques Chirac als ersten deutschen Regierungschef Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) eingeladen. Ihre Teilnahme zugesagt haben außerdem US-Präsident George W. Bush, Königin Elizabeth II. und Premier Tony Blair aus Großbritannien, der australische Premierminister John Howard, der belgische König Albert II, Generalgouverneurin Adrienne Clarkson und Premier Paul Martin aus Kanada, der griechische Präsident Konstantinos Stephanopoulos und Luxemburgs Großherzöge Jean und Henri.
Erwartet werden am 6. Juni auch König Harald V. von Norwegen, die neuseeländische Premierministerin Helen Clark, Königin Beatrix und Ministerpräsident Jan Peter Balkenende aus den Niederlanden, Polens Präsident Aleksander Kwasniewski, der slowakische Präsident Ivan Gasparovic, Tschechiens Präsident Vaclav Klaus, Russlands Präsident Wladimir Putin, der Pariser Premier Jean-Pierre Raffarin und ein Spitzenvertreter der Europäischen Union. Weitere Persönlichkeiten dürften zu den kleineren Feiern kommen, darunter der britische Kronprinz Charles, die belgische Prinzessin Astrid oder Norwegens Regierungschef Kjell Magne Bondevik.
Die Landung in der Normandie war einer der Wendepunkte im Zweiten Weltkrieg und der Anfang vom Ende der Hitler-Diktatur. Nach dem so genannten D-Day am 6. Juni 1944 hatten amerikanische und britische Truppen die deutsche Wehrmacht aus Frankreich verdrängen können und waren von dort aus schließlich nach Deutschland vorgerückt. Knapp elf Monate später, am 7. und 8. Mai 1945, hatten deutsche Generäle den bedingungslosen Waffenstillstand besiegelt. In diesem Jahr will Frankreich die Befreiung von den Nazis besonders groß feiern.
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