Tibet-Konflikt: Dalai Lama bittet USA um Hilfe
zuletzt aktualisiert: 22.04.2008 - 07:02Ann Arbor/USA (RPO). "In diesem Augenblick benötigen wir Ihre Hilfe" - mit diesen Worten hat der Dalai Lama die USA um Unterstützung im aktuellen Konflikt um Tibet gebeten. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter befindet sich derzeit auf einer Amerika-Reise.
Der Dalai Lama sprach am Montag mit Staatssekretärin Paula Dobriansky, die im US-Außenministerium für den Tibet-Konflikt zuständig ist. Dobriansky verwies unmittelbar vor dem Gespräch an der Universität von Michigan in Ann Arbor darauf, dass die Regierung von Präsident George W. Bush ihre Besorgnis über die Lage in Tibet zum Ausdruck gebracht habe und zur Zurückhaltung gemahnt habe.
Außerdem habe sich Bush wiederholt für die Notwendigkeit eines Dialogs der chinesischen Führung mit dem Dalai Lama ausgesprochen. China lehnt einen Dialog mit dem im Exil lebenden geistlichen Oberhaupt der Tibeter ab.
Bei einer Vortragsveranstaltung rief der Dalai Lama am Sonntag zu Änderungen im westlichen Lebensstil auf. "Wir wollen immer mehr und mehr", sagte er an der Universität von Michigan. Da sei es wichtig, sich die Grenzen materieller Werte bewusst zu machen.
Mehr als 7.000 Menschen nahmen in Ann Arbor an der Veranstaltung mit dem Titel "Earth Day Reflections" teil, unter ihnen auch der Automobilmanager Bill Ford und der Schauspieler Richard Gere. "Sich um unseren Planeten und die Umwelt zu kümmern, ist so ähnlich, wie wenn wir für unser eigenes Haus sorgen", sagte der Dalai Lama. "Dieser blaue Planet ist unser einziges Zuhause."
Vor dem Vortragsort in der Basketball-Halle der Universität demonstrierten nach Polizeiangaben 600 bis 700 Menschen für die Haltung der chinesischen Regierung im Konflikt mit dem Dalai Lama.
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