kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Dalai Lama drei Finger mahnend nachdenklich Panorama ap2010
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Jahrestag der Unruhen in Tibet: Dalai Lama: China will den Buddhismus vernichten

zuletzt aktualisiert: 10.03.2010 - 19:04

Dharmsala/Indien (RPO). Deutliche Worte des geistlichen Führers: Der Dalai Lama hat China vorgeworfen, den Buddhismus in Tibet komplett auslöschen zu wollen. Die Behörden betrieben eine Kampagne der "patriotischen Umerziehung", und Mönche und Nonnen müssten unter gefängnisähnlichen Bedingungen leben, erklärte er am Mittwoch zum 51. Jahrestag des gescheiterten Aufstands gegen China.

Alle seine Bemühungen um eine Kompromisslösung in dem Himalaja-Gebiet habe Peking zurückgewiesen. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua beschuldigte den Dalai Lama der Lüge.

Er sehe wenig Hoffnung auf eine baldige Lösung des Konflikts, erklärte der Dalai Lama vor Tausenden Tibetern im nordindischen Dharamsala weiter. Zu einem Dialog mit Peking sei er aber weiterhin bereit. Am 10. März jährte sich der Aufstand von 1959, damals musste der Dalai Lama über den Himalaya nach Indien fliehen. Vor zwei Jahren kam es in der tibetischen Hauptstadt Lhasa zudem zu den größten Protesten der vergangenen 50 Jahre. Nach tagelangen Demonstrationen mündete der Unmut der Tibeter am 14. März in Unruhen, der Gewaltausbruch kostete offiziell 22 Menschen das Leben.

Mönche und Nonnen könnten nicht in Frieden studieren und ihren Glauben leben, beklagte der Dalai Lama weiter. Damit hätten die Klöster oft nur noch die Funktion eines Museums, und der Buddhismus in Tibet solle so absichtlich zerstört werden. Es gebe "ein ernsthaftes Problem in Tibet", ob der chinesischen Regierung das bewusst sei oder nicht. Alle Bemühungen, mit ihr über eine begrenzte Autonomie für die Region zu sprechen, hätten allerdings nicht gefruchtet.

Xinhua zeiht Dalai Lama der Lüge

Die chinesische Regierung äußerte sich zu den Vorwürfen nicht. Xinhua sprach in einem Kommentar allerdings von "verdrehten Fakten" und "dickköpfigen Lügen". Der Dalai Lama solle sich besser informieren, bevor er Kritik äußere, hieß es bei der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur.

Peking wirft dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter vor, nach der Unabhängigkeit Tibets zu streben. Der Dalai Lama setzt sich nach eigenen Angaben lediglich für eine Autonomie ein, in der die tibetische Kultur, Sprache und Religion aufblühen können.

Vor dem Jahrestag wurde die Polizeipräsenz in Lhasa verstärkt. In der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu demonstrierten am Mittwoch rund 1000 Exiltibeter, sieben Menschen wurden in der Nähe eines Tempels festgenommen. In der chinesischen Botschaft wurden 15 Demonstranten festgesetzt, die dort in ein Büro stürmen wollten.

Quelle: apd/felt

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Jugendliche verprügeln Frauen in Mönchengladbach

Polizei hofft auf Videomaterial aus Aachen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Barack Obama Steuerstreit Panorama, AP 2011-0729

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services