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Die im Exil lebende Uiguren-Führererin Rebiya Kadeer hat eine internationale Untersuchung der blutigen Unruhen in der chinesischen Region Xinjiang gefordert. Wir stellen Ihnen die Menschenrechtsaktivistin kurz vor.
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Die 1948 geborene Kadeer machte sich mit 27 Jahren im Textilhandel
unternehmerisch selbstständig. Sie hatte damit so viel Erfolg, dass ihr am Ende zwei Kaufhäuser in Ürümqi gehörten. 1978 heiratete die damals sechsfache Mutter den ehemaligen uigurischen
Widerstandskämpfer Sidik Rouzi und hat mit ihm drei weitere Kinder und zwei Adoptivkinder. Kadeer wurde zur Vorsitzenden der Handelskammer von Xinjiang und 1992 in den
Nationalen Volkskongress gewählt. Wenig später machte sie sich als
Verfechterin von Frauenrechten einen Namen.
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1997 sorgte sie mit einer
Rede vor dem chinesischen Volkskongress für Wirbel, als Kadeer die
Politik der chinesischen Regierung in der Provinz Xinjiang scharf verurteilte. Der Volkskongress schloss sie daraufhin aus. Kadeer widmete sich daraufhin verstärkt anderen Aufgaben. Im gleichen Jahr gründete sie die
"Tausend-Mütter-Bewegung", um die Rechte von Frauen und ihre wirtschaftlichen Betätigungsmöglichkeiten voranzubringen.
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Zwei Jahre später verurteilte man sie wegen Weiterverbreitung von Staatsgeheimnissen zu
acht Jahren Haft - Kadeer hatte amerikanischen Abgeordneten Zeitungsartikel für ihren Mann übergeben, die zu diesem Zeitpunkt jedoch schon längst veröffentlicht worden waren waren. Im März 2005 wurde sie auf internationalen Druck hin vorzeitig auf freien Fuß gesetzt. Kadeer folgte ihrem Mann ins
Exil, entging kurz darauf einem
Anschlag und lebt heute in den USA. Fünf ihrer Kinder werden weiterhin in China festgehalten oder verfolgt. Im November 2006 wählte man Kadeer in München zur
Präsidentin des neu gegründeten Uigurischen Weltkongresses (WUC).