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Afghanistan Panorama Bundeswehr, AP 2009-0910
  Foto: AP, AP
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Afghanistan: Dauer-Bombardement vor Kundus

zuletzt aktualisiert: 08.11.2009 - 21:47

Berlin (RPO). In unmittelbarer Nähe des deutschen Bundeswehrstützpunktes in Kundus, Afghanistan, haben US-Flieger Medienberichten zufolge mehrere Tage lang Taliban-Stellungen bombardiert und dabei weit mehr als hundert Kämpfer getötet.

Eine Sprecherin der US-Armee sagte "Spiegel online", dass die am Wochenende von afghanischen Politikern genannte Zahl von 133 getöteten Taliban "sehr nahe" an den Erkenntnissen der US-Armee liege. Sie bestätigte ebenfalls, dass bei der "großflächigen Operation" über fünf Tage Luftangriffe geflogen wurden.

"Spiegel online" zitierte den Gouverneur von Kundus am Sonntag mit den Worten, unzählige Bomben seien fünf Tage lang 24 Stunden lang abgeworfen worden. Hinweise auf zivile Opfer gebe es nicht.

Dem Bericht zufolge war es der bisher massivste Einsatz gegen die radikalen Islamisten in der Zone der Bundeswehr in Afghanistan. Gouverneur Omar bezeichnete ihn als "ersten richtigen Schlag gegen die Taliban". Dieser sei nur möglich gewesen, "weil uns die USA endlich beim Kampf gegen die Taliban geholfen haben". Angeführt wurde der Einsatz laut "Spiegel online" von US-Eliteeinheiten, die im Rahmen des Anti-Terror-Einsatzes "Operation Enduring Freedom" (OEF) agieren und nicht unter dem Mandat der Nato-Schutztruppe Isaf.

Die Deutschen hielten sich dem Bericht zufolge aus den Angriffen heraus. Die Bundeswehr sei zwar von den USA vorab über den Einsatz informiert worden. Der deutsche General Jürgen Setzer, der das Regionalkommando Nord und alle deutschen Truppen führe, habe eine Beteiligung jedoch abgelehnt.

Quelle: RTR/pst

 
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