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Enthüllungsbuch über David Cameron
Party-Exzess mit Schweinekopf

David Cameron: Drogen, exzessive Partys und ein Schweinekopf
Ein Buch bringt David Cameron in Verlegenheit. FOTO: dpa
Düsseldorf. Der britische Premierminister David Cameron ist Opfer einer Fehde geworden. Doch der Gegner sitzt in den eigenen Reihen. Anders ist wohl kaum zu erklären, warum der britische Geschäftsmann Lord Michael Ashcroft nun ein Buch mit dem Titel "Call me Dave" herausbringt, das die Jugendsünden des Premierministers aufdeckt. Von Franziska Hein

Die britische Tageszeitung "Daily Mail" hat Auszüge daraus nun vorab veröffentlicht. Demnach soll Cameron während seiner Studienzeit an der Eliteuniversität Oxford einem "Kiffer-Club" angehört haben. Das jedenfalls erzählen ehemalige Kommilitonen, die für das Buch interviewt wurden.

Die Zeitung berichtet weiter, Cameron habe einer Studentenvereinigung angehört, die bekannt war für ihre exzessiven Parties. Anlässlich eines Initiationsrituals soll Cameron perverse Handlungen mit einem Schweinekopf vollzogen haben. Belege gibt es bis dato keine.

Öffentliche Kommentare dazu sammelt der Kurznachrichtendienst Twitter unter dem Hashtag "Piggate". Buchautor Lord Ashcroft war Schatzmeister der Tory-Partei, der Cameron angehört. Im Wahlkampf 2010 hat er nach eigenen Angaben acht Millionen Pfund für die Partei gespendet. Dafür soll ihm Cameron ein hochrangiges Amt versprochen haben, das dieser ihm nach der Wahl schuldig blieb.

Ashcroft schreibt außerdem, dass Cameron schon früher, als er zugeben mochte, gewusst habe, dass der Lord keine Steuern in Großbritannien zahlt. 2012 war bekannt geworden, dass Ashcroft keinen Wohnsitz in England hat und deswegen seinen Sitz im House of Lords hätte aufgeben müssen.

Das Buch, das mit der ausgezeichneten Journalistin Isabel Oakeshott eine namhafte Co-Autorin hat, anerkennt immerhin die politischen Leistungen Camerons. Nie zuvor hatten die Tories so viele Sitze im Parlament. Außerdem wird die rührende Beziehung zu seinem – mittlerweile verstorbenen – behinderten Sohn Ivan erwähnt.

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