kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Mideast Bahrain Protests
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Bahrain: Demonstranten erobern Perlenplatz zurück

zuletzt aktualisiert: 20.02.2011 - 14:34

Manama (RPO). Nach dem Rückzug der Armee hat die Opposition in Bahrain den Perlenplatz in der Hauptstadt Manama wieder zum Zentrum ihrer Proteste gemacht. Tausende Menschen versammelten sich am Sonntag auf dem Platz und forderten erneut den Rücktritt der Regierung. Dem Dialogangebot von Kronprinz Salman bin Hamad el Chalifa stand die Opposition weiter skeptisch gegenüber.

Die Armee gab am Samstag den Perlenplatz wieder frei, den die Sicherheitskräfte in der Nacht zum Donnerstag gewaltsam geräumt hatten. Sofort versammelten sich dort hunderte Demonstranten, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. An einem Zugang zu dem Platz setzten die Sicherheitskräfte kurzzeitig Tränengas ein, konnten die Demonstranten aber nicht daran hindern, weiter auf das Gelände zu drängen. Viele Anhänger der Protestbewegung verbrachten auf dem Perlenplatz die Nacht in Zelten, die Lage blieb ruhig.

Die mehrheitlich schiitische Bevölkerung Bahrains bemängelt Diskriminierungen und fordert von der sunnitischen Herrscherdynastie unter König Hamad bin Issa el Chalifa Reformen. Bei der Niederschlagung der Proteste in der vergangenen Woche waren sechs Menschen ums Leben gekommen, dutzende Menschen wurden verletzt. Kronprinz Salman hatte daraufhin den Rückzug der Armee angeordnet und der Protestbewegung einen Dialog angeboten.

Die Opposition bewertete die Offerte am Sonntag weiter kritisch. Die wichtigste schiitische Bewegung El Wefak forderte erneut den Rücktritt der Regierung. Die Verantwortlichen für das "Massaker" an den Demonstranten müssten zur Verantwortung gezogen werden, sagte der Chef der Parlamentsfraktion von El Wefak, Abdel Dschalil Chalil Ibrahim. Seine Bewegung werde sich einem Dialog aber nicht verweigern, wenn die Rahmenbedingungen stimmten.

Angesichts des Rückzugs der Armee vom Perlenplatz zog der Gewerkschaftsverband in Bahrain am Sonntag seinen Aufruf zu einem unbefristeten Generalstreik wieder zurück. Das Recht auf friedliche Demonstrationen werde wieder gewährleistet, teilten die Gewerkschaftler mit.

EU-Außenministerin Catherine Ashton forderte einen "unverzüglichen Beginn" des Dialoges zwischen der politischen Führung und der Opposition. Zugleich rief Ashton die Führung des Landes auf, "die Menschenrechte einschließlich der Meinungs- und Versammlungsfreiheit zu achten".

US-Präsident Barack Obama verurteilte in einem Telefonat mit Bahrains König den Einsatz von Gewalt gegen Demonstranten. Obama habe "die Regierung Bahrains gedrängt, Zurückhaltung zu zeigen sowie die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen", erklärte das Weiße Haus. Der Präsident habe betont, dass die Stabilität des Königreichs von der Einhaltung der Bürgerrechte und der Umsetzung von Reformen abhänge. In dem Golfstaat Bahrain befindet sich das Hauptquartier der Fünften US-Flotte, die eine wichtige Rolle bei der Sicherung der Handelswege in der für die USA strategisch bedeutsamen Region spielt.

gw/jpf

AFP

Quelle: AFP/sdr

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Jugendliche verprügeln Frauen in Mönchengladbach

Polizei hofft auf Videomaterial aus Aachen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Barack Obama Steuerstreit Panorama, AP 2011-0729

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services