Der Anti-Piraten-Einsatz der Europäischen Union am Horn von Afrika läuft unter dem EU-Codenamen "Atalanta". Sechs EU-Schiffe sollen vor Somalias Küste für die Sicherheit der Seewege sorgen. Laut Bundestagsbeschluss wird sich auch die Deutsche Marine daran beteiligen. Wir geben einen Überblick über das "Atalanta"-Mandat der Bundeswehr.
Einsatzgebiet
Das Seegebiet umfasst den Bereich bis zu 500 Seemeilen vor den Küsten Somalias und der Nachbarländer. Hinzu kommt der Luftraum über diesen Seegebieten.
Auftrag
Gewährung von Schutz für die Schiffe des Welternährungsprogramms (WFP) unter anderem durch die Präsenz von bewaffneten Kräften an Bord dieser Schiffe, im Einzelfall und bei Bedarf Schutz von zivilen Schiffen sowie Überwachung der Seewege.
Regeln
Aufgreifen, Festhalten und Überstellen vo, um uns Menschen zu vacht stehen, seeräuberische Handlungen oder bewaffnete Raubüberfälle begangen zu haben sowie Beschlagnahme der Seeräuberschiffe, der Ausrüstung und der erbeuteten Güter. Dazu kann auch der Einsatz von Gewalt gehören, um zur Abschreckung, Verhütung und Beendigung von seeräuberischen Handlungen oder bewaffneten Raubüberfällen zu kommen.
Personal
Vorgesehen sind eine Fregatte und bis zu 1400 Soldaten. Die Fregatte "Karlsruhe" ist bereits vor Ort und kann unmittelbar nach dem Bundestagsbeschluss der EU-Mission unterstellt werden.
Dauer
Der Einsatz ist bis zum 15. Dezember 2009 befristet.
Kosten
Die Kosten für den zwölfmonatigen Einsatz werden auf 45 Millionen Euro veranschlagt.