kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Westerwelle Kirchner Argentinien Panorama, AFP 2010-0308
  Foto: AFP, AFP
Kommentare ()

Westerwelles Lateinamerika-Besuch: Der Außenminister als "Türöffner"

zuletzt aktualisiert: 08.03.2010 - 21:05

Buenos Aires (RPO). Bundesaußenminister Guido Westerwelle steht der nächste Ärger ins Haus: Laut einem Medienbericht umgibt sich der Vizekanzler auf seinen Auslandsreisen mit Managern, die zuvor für die FDP gespendet haben.

Eigentlich klang es wie eine Selbstverständlichkeit, was Außenminister Guido Westerwelle da am Montag früh vor der Deutsch-Argentinischen Handelskammer in Bunenos Aires sagte: "Es wird ein Kernanliegen meiner Außenpolitik sein, Türen für deutsche Unternehmer zu öffnen", betonte der Vizekanzler in einer Ansprache. Schließlich hingen da Arbeitsplätze dran, andere Staaten machten das noch viel stärker. "Das wird dem einen oder anderen eine gewisse Gewöhnung abverlangen." Aber er halte es für unverzichtbar.

Den Unternehmern, mehr noch der hochrangigen Wirtschaftsdelegation, die den FDP-Chef auf seiner einwöchigen Lateinamerika-Reise begleitet, dürfte das wie Musik in den Ohren geklungen haben. Denn die Schlagzeilen vom Wochenende haben auch ihr Engagement in neues Licht getaucht.

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet in seiner neuesten Ausgabe, Westerwelle nehme Manager auf Auslandsreisen mit, die zuvor für die FDP gespendet hätten. Als Beispiel nennt das Blatt zum Beispiel den Manager Ralph Dommermuth, der zurzeit mit in der Regierungsmaschine sitzt. 2005 soll der Gründer von United Internet 48.000 Euro an die FDP überwiesen haben.

Bei Westerwelles Antrittsbesuchen in Estland, Japan und China im Januar war dem Bericht zufolge Cornelius Boersch mit dabei, der Gründer der Schweizer Beratungs- und Beteiligungsfirma Mountain Partners Group. Er hat der FDP laut "Spiegel" bislang über 160.000 Euro gespendet. Bis kurz nach der Wahl sei Westerwelle ferner im Beirat eines Tochter-Unternehmens gewesen und habe dafür jährlich mindestens 7.000 Euro kassiert.

Mronz überreicht Scheck von "Ein Herz für Kinder"

Westerwelle reagierte empört auf die Vorwürfe. Er habe nicht vor, sich hier mit diesen haltlosen Vorwürfen auseinanderzusetzen, sagte er in die Kameras von ZDF und N24, kurz bevor er am späten Sonntagabend in Santiago de Chile wieder in die Regierungsmaschine kletterte. Die Einladungspraxis laufe bei ihm wie bei allen seinen Vorgängern auch. Darauf weist auch das Auswärtige Amt immer wieder hin.

Neben Westerwelle ist auch sein Lebensgefährte Michael Mronz in die Kritik geraten, der den Außenminister in Lateinamerika begleitet. Westerwelle soll bei der Eröffnung des Bonner Luxushotels Kameha Grand aufgetreten sein, bei der Mronz Mitveranstalter war.

Das Außenamt stellte derweil klar, Mronz nutze die Reisen mit dem Minister nicht zur Geschäftsanbahnung. Vielmehr habe er Westerwelle sowohl nach Japan und China als auch nach Cordoba und derzeit nach Lateinamerika privat begleitet. "Herr Mronz ist nicht Teil der Wirtschaftsdelegation", erklärte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Stefan Bredohl, in Berlin.

Zum Auftakt der Lateinamerika-Reise jedenfalls hielt sich Mronz im Hintergrund. Während Westerwelle am Sonntag in Santiago de Chile mit der politischen Spitze weitere Hilfen für die Erdbebenopfer erörterte, besuchte er die Stiftung "Cristo Vive", die sich für arme Kinder einsetzt. Dort überreichte er Schwester Karoline Mayer einen Scheck über 20.000 Euro für einen Kindergarten. Und zwar nicht als Unternehmer, sondern als Vorstandsmitglied der Organisation "Ein Herz für Kinder".

Quelle: apd/felt

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Haftbefehl gegen Carsten S. aufgehoben

Mutmaßlicher Düsseldorfer NSU-Helfer frei

Jugendliche verprügeln Frauen in Mönchengladbach

Polizei hofft auf Videomaterial aus Aachen

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services