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Der Angriff auf den Gaza-Streifen ist der jüngste Höhepunkt in dem Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Dessen Wurzeln reichen bis in das Jahr 1948 zurück.
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Vor allem unterschiedliche religiöse Ansichten führten zu Auseinandersetzungen, schon lange vor der Gründung des Staates Israel. Auf Meilensteine der politischen Entwicklung blicken wir in unserer Bildershow zurück.
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1947: Kurz vor der Gründung des Staates Israel stimmt die UN dem Teilungsplan zu, der Westpalästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat teilt. Die jüdische Bevölkerung akezptiert das, die Araber sind dagegen.
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1948: Nach der Gründung Israels greifen fünf arabische Länder den neuen Staat an. Israel schlägt zurück. Durch den so genannten Unabhängigkeitskrieg werden 750.000 arabische Palästinenser zu Flüchtlingen, genauso viele Juden werden aus den arabischen Staaten vertrieben.
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1959: Jassir Arafat gründet mit anderen palästinensischen Studenten die Fatah, die Palästina mit Waffengewalt befreien will. Von Gaza und dem jordanischen Westufer aus greifen sie zivile Ziele in Israel an.
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1967: Nach dem Sechs-Tage-Krieg besetzt Israel das Westjordanland und den Gaza-Streifen. Die Gebiete werden nach und nach von Israelis besiedelt.
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1978: Das erste Camp-David-Friedensabkommen wird von Menachem Begin und Anwar al-Sadat nach Vermittlung von Jimmy Carter unterzeichnet. Die Palästinenser verpflichten sich darin, auf Gewalt zu verzichten. Israel sagt zu, den Siedlungsbau zu beenden.
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1987: Die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern spitzen sich in den 80er Jahren zu. Die erste Intifada bricht mit gewalttätigen Auseinandersetzungen 1987 aus. Erst vier Jahre später flaut die Gewalt leicht ab.
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1994: Im Oslo-Abkommen zwischen Israel und der PLO wird vereinbart, dass die PLO auf Gewalt verzichtet und Israel im Gegenzug der Errichtung eines autonomen palästinensischen Staates zustimmt. Jitzhak Rabin, Jassir Arafat und Schimon Peres bekommen dafür den Friedensnobelpreis verliehen.
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1996: Doch die Welle der Gewalt nimmt nicht ab. Der Friedensprozess gerät unter dem neuen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu ins Stocken. Auf beiden Seiten eskaliert weiter die Gewalt.
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2000: Erst die israelische Regierung unter Ehud Barak erklärt sich bereit, die Verhandlungen mit den Palästinensern fortzusetzen. Sie scheitern in Camp David. Die zweite Intifada beginnt.
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Oppositionsführer Ariel Scharon provoziert die Palästinenser: Er besucht den Jerusalemer Tempelberg. Der Konflikt mündet in einem Krieg zwischen palästinensischen und israelischen Kräften. Bei der nächsten Ministerpräsidentenwahl besiegt Scharon Barak.
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2003: Die so genannte Roadmap, ein Fahrplan zum Frieden im Nahostkonflikt, sieht vor, dass die palästinensische Seite auf Angriffe gegen Israel verzichtet und Israel Palästinensa als autonomen Staat anerkennt.
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Der Plan scheitert. Der Konflikt droht zu eskalieren. Immer wieder marschiert die israelische Armee in den Gazastreifen und die Westbank ein. Auch die Palästinenser kämpfen.
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Das Westjordanland wird abgegrenzt. Die israelische Regierung beginnt mit dem Bau einer über 700 Kilometer langen Sperranlage um das Gebiet.
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2004: Israel tötet den geistlichen Führer und Gründer der Hamas Scheich Yassin. Er wird durch einen Hubschrauberangriff eliminiert.
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Yassins Anhänger schwören Rache. Die Hamas ruft zum bewaffneten Kampf gegen Israel und die USA auf.
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Im Oktober beschließt das Parlament, die Knesset, die Räumung der israelischen Siedlungen im Gazastreifen. Vor dem Gebäude demonstrieren die Siedler gegen den Abzugsplan.
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Am 11. November stirbt der Palästinenser-Führer Jassir Arafat in einem Pariser Krankenhaus. Seine Anhänger trauern.
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Kurz vor Jahresende vereinbaren Israels Ministerpräsident Ariel Scharon und der neue PLO-Chef Mahmud Abbas ein Gipfeltreffen, auf dem sie den Abzug Israels aus dem Gaza-Streifen besprechen wollen. Neue Hoffnung für die festgefahrenen Friedensverhandlungen.
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2005: Im August beginnt die Räumung von 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und vier weiteren im Westjordanland. Ingesamt werden 8000 Menschen umgesiedelt.
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Während der einen Monat dauernden Räumung kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und der israelischen Armee.
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2006: Die radikal-islamische Organisation
Hamas gewinnt die palästinensischen Parlamentswahlen.
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2007: In einem Kampf zwischen Hamas und der Fatah reißen die Islamisten die Macht im Gaza-Streifen an sich.
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2008: Israel greift den Gaza-Streifen wegen des anhaltenden Raketenbeschusses aus dem Gebiet an.