Erste Ergebnisse nach Obduktion: Deutsche Geisel starb furchtbaren Tod
zuletzt aktualisiert: 29.07.2007 - 09:09Hamburg (RPO). Der in Afghanistan entführte Deutsche Rüdiger D. soll als Geisel einen furchtbaren Tod gestorben sein. Sein Leichnam soll Schussverletzungen in beiden Knien und im Rücken aufweisen. Rüdiger D. war zusammen mit einem weiteren Deutschen verschleppt worden.
Dem Bauingenieur D. sei zunächst in beide Knie und dann in den Rücken geschossen worden, berichtet die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf Sicherheitskreise. Dies lasse einen "furchtbaren Tod erahnen, da es keinen Sinn mache, einen bereits toten Menschen in die Knie zu schießen". Der Leichnam wird derzeit am Rechtsmedizinischen Institut in Köln obduziert, abschließende Ergebnisse werden erst Ende kommender Woche erwartet.
Im Bemühen um die Freilassung der zweiten deutschen Geisel, Bauingenieur Rudolf B., verhandelt die Bundesregierung der Zeitung zufolge mit örtlichen Stammesfürsten in Afghanistan. Nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden stünden dahinter die radikalislamischen Taliban, heißt es weiter. Der Geschäftspartner B. s wird mit den Worten zitiert, B. leide unter Bluthochdruck und benötige daher regelmäßig Medikamente.
Die beiden Männer waren am 18. Juli in der afghanischen Provinz Wardak verschleppt worden. Der Leichnam von Rüdiger D. wurde am vergangenen Sonntag gefunden und am Mittwoch nach Deutschland überführt.
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