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Lübecker Familie bei Gori angegriffen: Deutsche in Georgien durch Schüsse schwer verletzt

zuletzt aktualisiert: 15.08.2008 - 11:41

Hamburg (RPO). Eine deutsche Familie ist in Georgien angegriffen und durch Schüsse teilweise schwer verletzt worden. Der Familienvater und seine Frau seien in ein Krankenhaus in Tiflis gebracht worden und würden dort von der deutschen Botschaft betreut.

500 russische Soldaten sollen eine Pufferzone um Südossetien herum bilden.  Foto: AFP, AFP
500 russische Soldaten sollen eine Pufferzone um Südossetien herum bilden. Foto: AFP, AFP

Das sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts am Freitag auf Anfrage in Berlin. Zuvor hatte "Spiegel Online" berichtet, Unbekannte hätten das Auto der Familie nahe der Stadt Gori am Dienstag unter Beschuss genommen.

Dabei seien der 43-jährige Sönke T. aus Lübeck und seine aus Georgien stammende Frau schwer verletzt worden, die beiden ein und vier Jahre alten Kinder leicht, hieß es unter Berufung auf Angaben des Familienvaters.

Die Familie sei auf einer Schnellstraße von der Schwarzmeerküste in Richtung Tiflis unterwegs gewesen, als Unbekannte ihr Auto "mit Kugeln regelrecht zersiebten", berichtete Sönke T. "Die Angreifer haben mit ihren automatischen Waffen voll drauf gehalten", wurde der Deutsche weiter zitiert. Scheiben und Türen des Wagens wurden demnach "komplett zerlöchert".

Sönke T. wurde dem Bericht zufolge mehrfach von Kugeln getroffen; eine habe seine Lunge schwer verletzt. Seine Frau, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitze, wurde laut des Berichts von gut einem Dutzend Geschossen getroffen. Lebensgefahr bestehe aber für beide nicht mehr. Das Auswärtige Amt äußerte sich zu den Einzelheiten des Vorfalls zunächst nicht.

"Spiegel Online" ging davon aus, dass die Familie offenbar von südossetischen Guerillas angegriffen wurde, da die Angreifer laut Sönke T. nicht uniformiert waren und die Familie "in eine Falle gelockt" hätten. Es habe sich "definitiv" nicht um russische Soldaten gehandelt, sagte der Deutsche dem Bericht zufolge.

Sönke T. war nach eigenen Angaben nach Georgien gereist, um seine Frau und Kinder abzuholen. Diese hätten keine Reisepässe dabei gehabt und hätten daher nicht über die Türkei aus Georgien ausreisen können.

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Quelle: afp

 
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