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Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern"
Deutsche Marine rettet 134 Flüchtlinge vor libyscher Küste

Deutsche Marine rettet 134 Flüchtlinge vor libyscher Küste
Die Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ (r) in Wilhelmshaven (Archivbild vom 07.08.2017). FOTO: dpa
Berlin. Ein Kriegsschiff der Bundeswehr hat im Mittelmeer 134 Flüchtlinge gerettet. Die Menschen saßen in einem Schlauchboot, das etwa 40 Kilometer nördlich der libyschen Küste in Seenot geraten war.

Die Aktion fand bereits am Mittwoch statt, wie das Verteidigungsministerium am Donnerstag mitteilte. Unter den Geretteten waren vier schwangere Frauen sowie 17 Kinder und Jugendliche. Die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" steuerte anschließend den italienischen Hafen Augusta an, wo die Flüchtlinge den Behörden übergeben werden sollten.

Die Deutsche Marine beteiligt sich seit 2015 im Rahmen der EU-Operation "Sophia" an der Schleuserbekämpfung im Mittelmeer und hat seitdem insgesamt 21.492 Menschen aus Seenot gerettet.

Nach Angaben des Flüchtlingshilfswerks UNHCR sind in diesem Jahr bisher rund 129.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet. Mehr als 100.000 von ihnen kamen in Italien an. Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl der Flüchtlinge gerade in den Sommermonaten deutlich zurückgegangen. Im August dieses Jahres kamen 9795 Menschen über das Mittelmeer nach Europa, im Vorjahr waren es fast 26.000. Im gesamten vergangenen Jahr lag die Zahl der Flüchtlinge bei 363.000, 2015 kamen sogar mehr als eine Million.

Hier kommen Sie zu unserer Reportage von einem Flüchtlingsrettungsboot im Mittelmeer:

Die meisten Migranten kommen inzwischen aus den afrikanischen Ländern Nigeria, Guinea und Elfenbeinküste. Das Bürgerkriegsland Syrien liegt nur noch auf Platz 5 der Herkunftsländer - hinter Bangladesch. 2428 Menschen starben bisher in diesem Jahr auf der Flucht über das Mittelmeer oder gelten als vermisst.

(oko/dpa)
 
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