Die Ursprünge der Allianz der Nato reichen zurück bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs. Im Folgenden können Sie eine Chronik lesen.
1941
US-Präsident Franklin Roosevelt und der britische Premierminister Winston Churchill vereinbaren unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs eine enge Zusammenarbeit, die auch der gemeinsamen Sicherheit dienen soll.
1948
Im Vertrag von Brüssel schreiben Belgien, Frankreich, Luxemburg, die Niederlande und Großbritannien die Entwicklung einer gemeinsamen Verteidigung fest.
1949
Der am 4. April in Washington unterzeichnete Nordatlantikvertrag ist die Geburtsstunde des Bündnisses. Neben den USA und den Mitgliedern des Brüsseler Vertrags gehören zu den Gründerstaaten auch Dänemark, Island, Italien, Kanada, Norwegen und Portugal.
1952
Mit Griechenland und der Türkei vergrößert sich die Allianz auf 14 Mitglieder.
1955
Am 5. Mai wird die Bundesrepublik Deutschland Mitglied der Nato. Am 14. Mai wird als Gegenbündnis der Warschauer Pakt unter Führung der Sowjetunion gegründet, dem auch die DDR beitritt.
1966
Frankreich verlässt die Kommandostruktur des Bündnisses, weil Präsident Charles de Gaulle weder französische Truppen unter Nato-Kommando stellen noch Nato-Stützpunkte im eigenen Land dulden will. Das Nato-Hauptquartier wird von Paris nach Brüssel verlegt.
1979
Nato-Doppelbeschluss: Die Nato beschließt, ihre Pershing-Raketen in Europa durch Pershing-2-Raketen und Cruise Missiles mit größerer Reichweite zu ersetzen, falls Abrüstungsverhandlungen mit dem Warschauer Pakt bis 1983 zu keinem Ergebnis führen sollten.
1982
Spanien tritt dem Bündnis bei.
1983
Trotz massiver Proteste wird im Dezember mit der Stationierung von Pershing-2-Raketen und Cruise Missiles in Europa begonnen.
1990
Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs schließen Nato und Warschauer Pakt den Vertrag über konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag).
1999
Zehn Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer treten mit Tschechien, Ungarn und Polen erstmals ehemalige Ostblockländer bei.
2001
Nach den Terroranschlägen vom 11. September wird erstmals der Bündnisfall ausgerufen. Die Nato-Staaten sichern den USA ihren Beistand für den Krieg gegen Afghanistan zu, das Al-Kaida-Chef Osama bin Laden beherbergt. Nach dem Sturz der Taliban wird die Stationierung einer internationalen Friedenstruppe beschlossen, ISAF.
2002
Die ersten deutschen Soldaten beginnen ihren Einsatz in Afghanistan. Im Mai wird der Nato-Russland-Rat gegründet.
2003
Die Nato übernimmt das Kommando über die Afghanistan-Schutztruppe ISAF.
2004
Die Nato nimmt Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien, die Slowakei und Slowenien auf.
2009
Kroatien und Albanien sollen beim Gipfel kommende Woche in das Bündnis aufgenommen werden.