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Engagement in Afghanistan: Die Nato stellt Karsai Bedingungen

zuletzt aktualisiert: 05.11.2009 - 19:50

Brüssel (RPO). Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat Bedingungen für das weitere Engagement der Allianz in Afghanistan gestellt. Präsident Hamid Karsai müsse für eine "starke und glaubwürdige Regierung" sorgen und entschieden gegen Korruption kämpfen, sagte Rasmussen am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel.

Anders Fogh Rasmussen stellt Forderungen an die afghanische Regierung.  Foto: AFP, AFP
Anders Fogh Rasmussen stellt Forderungen an die afghanische Regierung. Foto: AFP, AFP

"Wir werden so lange wie nötig in Afghanistan bleiben, aber sicher nicht für immer", betonte er. Derzeit stehen rund 71. 000 Soldaten am Hindukusch unter Nato-Kommando.

Die gemeinsame Initiative Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens für eine internationale Afghanistan-Konferenz nannte Rasmussen "einen Schritt in die richtige Richtung".

Von der Konferenz erhofft sich der Westen nach der abgesagten Stichwahl um das Präsidentenamt Zusagen für eine bessere Regierungsführung und für mehr afghanische Eigenverantwortung bei der Sicherung des Landes. Die Bundesregierung macht von der Konferenz, die im Frühjahr 2010 erwartet wird, eine mögliche Aufstockung der Mandats-Obergrenze von derzeit 4500 Bundeswehr-Soldaten abhängig.

Rasmussen zeigte Verständnis für das Zögern von US-Präsident Barack Obama, die Zahl der Truppen in Afghanistan zu erhöhen. "Das sind sehr sehr schwierige Entscheidungen", räumte der 56-jährige Däne ein. Der Oberkommandeur der Internationalen Afghanistan-Truppe (ISAF), Stanley McChrystal, fordert bis zu 40.000 zusätzliche US-Soldaten.

Der Nato-Generalsekretär zeigte sich dennoch zuversichtlich über einen Bündnisbeschluss zur Truppenerhöhung "in den nächsten Wochen". Die Außenminister der 28 Bündnis-Staaten könnten das erhöhte Engagement dann am 3. und 4. Dezember in Brüssel besiegeln. Bisher hat nur Großbritannien eine Aufstockung seines Kontingents um 500 Soldaten angekündigt.

Die anderen Nato-Partner verweisen auf die ausstehende Entscheidung der USA. "Jeder wartet auf den anderen", sagte Rasmussen. "So ist das in einer Allianz nun mal."

Quelle: AFP/csi

 
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