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Wer ermordete Alexander Litvinenko? Um den Tod des russischen Ex-Spions ranken sich zahlreiche Verschwörungstheorien. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst.
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Die Politkowskaja-Theorie
Litvinenko hatte im Fall der ermordeten russischen Journalistin und Regimekritikerin Anna Politkowskaja recherchiert - und die Namen ihrer Mörder in Erfahrung gebracht. Litvinenko musste sterben, weil er zu viel wusste.
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Die Putin-Theorie Russlands Präsident Putin selbst ein Exempel statuiert und einen unbequemen Kritiker aus dem Weg räumen lassen. In seinem Abschiedsbrief gibt Litvinenko Putin persönlich die Schuld an seiner Ermordung.
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Die FSB-TheorieDer russische Geheimdienst FSB hat den abtrünnigen Litvinenko umbringen lassen. Der Ex-Spion hatte behauptet, Korruption innerhalb des Geheimdienstes aufdecken zu wollen.
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Die "Rache der Ehrenhaften"-Theorie Eine Gruppe ehemaliger KGB-Agenten mit dem Namen „Würde und Ehre“ hat es sich zum Ziel gesetzt, diejenigen zu töten, die ihrer Ansicht nach Russland geschadet haben. Auf ihrer Todesliste stehen unter anderem der Milliardär Boris Beresowski, der durch das Ende der Sowjetunion zu seinen Millionen kam, der Geheimdienstexperte Mario Scaramella und der italienische Politiker Paolo Guzzanti, die gemeinsam KGB-Machenschaften in Italien untersucht haben, und eben Alexander Litvinenko.
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Die Schurken-Theorie
"Schurkenelemente" innerhalb des russischen Staatsapparates, aber eben nicht die Staatsführung selbst, haben eigene Interessen am Tod des Ex-Agenten. Dahinter könnte ein Machtkampf im Kreml stecken: Putins Gegner wollen ihn systematisch in Misskredit bringen.
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Die Bauernopfer-Theorie
Putin-Gegner und Kreml-Kritiker selbst, zum Beispiel der Milliardär Boris Beresowski, wollen ein schlechtes Licht auf Putin werfen. Deshalb haben sie Litvinenko geopfert, um den Verdacht auf die russische Staatsführung zu lenken. Die Täter wählten mit Absicht eine so langsame, aufsehenerregende, medienwirksame Todesart. Möglicherweise ging Litvinenko sogar freiwillig in den Tod.
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Die Scaramella-Theorie
Mario Scaramella, als „Geheimdienstexperte“, „Kontakmann“ oder „Informant“ Litvinenkos in den Schlagzeilen, ist selbst radioaktiv vergiftet, doch mit deutlich geringerer Dosis als Litvinenko. War er möglicherweise der Täter und hat sich dabei versehentlich selbst kontaminiert?
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Die Erpressungs-Theorie
Alexander Litvinenko hatte geheime Unterlagen, mit denen er russische Wirtschaftsführer, Kreml-Bedienstete und korrupte Beamte um mehrere zehntausend Euro erpressen wollte. Diese leiteten den Mord in die Wege.
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Die Jukos-Theorie
Nach der Zerschlagung des russischen Ölkonzerns Jukos durch den Staat gelten mehrere "widerspenstige" Jukos-Mitarbeiter als vermisst oder sind unter rätselhaften Bedingungen gestorben. Litvinenko konnte belegen, dass die Regierung hinter diesen Vorfällen steckte.