Ressourcen verbraucht: Die Welt ist ab Freitag erschöpft
zuletzt aktualisiert: 25.09.2009 - 19:26Bonn (RPO). Ab Freitag lebt die Welt von der Substanz. Es ist "Global Overshoot Day", also "Welterschöpfungstag". Das bedeutet, dass bereits mehr ökologische Ressourcen verbraucht wurden, als in einem ganzen Jahr ökologisch verträglich wären.
"Der Tag macht darauf aufmerksam, dass die Menschheit über ihre Verhältnisse lebt, da die natürlichen Ressourcen bei Weitem nicht mehr ausreichen, um den globalen Verbrauch zu decken", teilt die Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn mit.
Derzeit verbrauche die Menschheit ökologische Ressourcen, die ihr eigentlich nicht zur Verfügung stehen. "Sie überstrapaziert die Regenerationsfähigkeit der Erde", bringt er die Europäische Kommission auf den Punkt. Um die Erde vor weiteren irreparablen Umweltschäden zu schützen, ist eine nachhaltige Umwelt- und Klimaschutzpolitik unverzichtbar.
Die EU und ihre Nachhaltigkeitsstrategie
Die Europäische Union hat die nachhaltige Entwicklung als das übergeordnete langfristige Ziel ihrer Politik festgelegt, bei der Wirtschaftswachstum, sozialer Zusammenhalt und Umweltschutz Hand in Hand gehen und sich gegenseitig unterstützen.
In diesem Kontext wurde bereits 2001 eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie eingeführt, die im Jahr 2006 überarbeitet und 2009 erneut eingehend überprüft wurde. Als zentrale Herausforderungen wurden Nachhaltigkeit im Verkehr sowie beim Verbrauch und in der Produktion, eine substanzerhaltende Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen und nicht zuletzt eine aktive Klimaschutzpolitik festgelegt
Drei ehrgeizige Ziele stehen bei der EU bis 2020 im Mittelpunkt: Die Senkung der Treibhausgasemissionen um mindestens 20 Prozent, die Verringerung des Energieverbrauchs durch eine bessere Energieeffizienz um 20 Prozent und die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien am Energieverbrauch auf 20 Prozent.