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Nahost-Reise
Palästinenserpräsident Abbas empfängt Trump in Bethlehem

Video: "Sie sind Verlierer": Trump verurteilt Terroranschlag
Betlehem. Donald Trump ist bei seiner Nahost-Reise in den Palästinensischen Autonomiegebieten eingetroffen. Mahmud Abbas empfing den hohen Besuch mit militärischen Ehren. Bei einer Pressekonferenz ging Trump auch auf den Anschlag in Manchester ein.

US-Präsident Donald Trump ist am Dienstag zu politischen Gesprächen mit der palästinensischen Führung nach Bethlehem gereist. Dem Empfang durch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in der Stadt im Westjordanland sollte sich eine Unterredung der beiden Präsidenten anschließen. Trump kam aus dem nahe gelegenen Jerusalem, wo er am Vortag mit der israelischen Regierung über die Lage im Nahen Osten beraten hatte.

"Ich habe gehört, dass dies eines der härtesten Geschäfte überhaupt ist", sagte Trump am Montagabend in Jerusalem über den Nahost-Konflikt. "Ich habe aber das Gefühl, dass wir letztlich zu einer Lösung kommen werden, hoffe ich."

Trump besucht Palästinensergebiete: Fotos FOTO: rtr, SAL/

Trump würde gerne den Nahost-Konflikt lösen

Abbas (82) war Anfang Mai zu Gast bei Trump (70) in Washington. Der Palästinenserchef unterstrich dabei seine Forderung nach einer Zwei-Staaten-Lösung gemäß den Grenzen von 1967. Der US-Präsident hatte sich bei dem Treffen zuversichtlich gezeigt, dass mit seiner Hilfe eine Beilegung des Nahost-Konflikts gelingen kann. Allerdings hatte Trump immer wieder unterschiedliche Signale ausgesendet, wie er mit dem Konflikt umgehen will.

Israel hatte 1967 im Sechs-Tage-Krieg unter anderem das Westjordanland und Ost-Jerusalem erobert. Seitdem kontrolliert es das Gebiet weitgehend. Die Palästinenser beanspruchen dieses Gebiet für einen unabhängigen Staat Palästina mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt.

US-Präsident verurteilt Anschlag in Manchester

Bei einer Pressekonferenz nahm Trump ebenfalls Stellung zu dem Anschlag in Manchester. Die noch unbekannten Verantwortlichen des Selbstmordangriffs bezeichnete der US-Präsident als "Verlierer", die einer bösartigen Ideologie folgen. "Wir stehen in absoluter Solidarität mit der Bevölkerung Großbritanniens", sagte Trump weiter.

Zum Abschluss seiner Reise in Nahost hat der US-Präsident dann noch einmal einen ewigen Anspruch der Juden auf das Heilige Land bekräftigt. "Der Bund der Juden mit diesem Heiligen Land ist alt und ewig, er datiert tausende von Jahren zurück bis zur Regentschaft König Davids", sagte Trump in Jerusalem in einer Rede im Israel-Museum. "Meine Regierung wird immer an der Seite Israels stehen", sagte Trump. Von Israel gehe eine Botschaft der Hoffnung aus.

"Diese Reise soll Nationen zusammenbringen, um gegen den Terrorismus zu kämpfen", sagte Trump. Er sehe die Chance für Frieden im ganzen Nahen Osten, um Sektierertum zu überwinden.

(oko/dpa/AP/AFP)
 
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