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"Diese wunderschönen Statuen"
Donald Trump will Denkmäler der Südstaaten behalten

Video: Trump macht erneut Linke und Rechte für Gewalt in Virginia verantwortlich
Washington. In Charlottesville protestierten Rassisten gegen den Abbau des Monuments für General Robert E. Lee. Es kam zu Ausschreitungen, eine Frau starb durch eine brutale Attacke. Nun kritisiert auch US-Präsident Trump die Entfernung der Denkmäler auf Twitter.

"Es ist traurig zu sehen, wie die Geschichte und Kultur unseres großartigen Landes auseinander gerissen wird, indem man diese wunderschönen Statuen und Denkmäler entfernt", schrieb Trump bei Twitter. Man könne die Geschichte nicht ändern, sondern nur aus ihr lernen. Und weiter: "Robert E. Lee und Stonewall Jackson – wer ist der nächste, Washington, Jefferson? So dumm!"

Am Mittwoch hatte unter anderem die Stadt Baltimore damit begonnen, entsprechende Denkmäler aus Parks zu entfernen. Mit Kränen wurden ein Monument für die Generäle Robert E. Lee und Thomas "Stonewall" Jackson sowie die Statue des Sklavenhalter-freundlichen Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofes, Roger B. Taney (1777-1864) entfernt.

Auch die Stadtverwaltung von New York reagierte am Donnerstag. Das Bronx Community College kündigte an, Büsten der Generäle Lee und Jackson entfernen zu lassen. Eine Episkopalkirche im Stadtteil Brooklyn ließ zudem zwei Plaketten entfernen, die an Lee erinnerten.

Die Denkmäler finden sich vor allem im Süden des Landes. Einige wurden aber auch im Norden aufgestellt, um der Gefallenen der Gegenseite zu gedenken und den Bruch zwischen den beiden Landesteilen symbolisch zu kitten. Für viele US-Amerikaner sind die Monumente aber auch Symbole für Rassismus, da die Konföderierten aus dem Süden die Sklaverei beibehalten wollten.

Denkmäler wie dieses für Thomas "Stonewall" Jackson stehen in vielen Städten im Süden. Diese Aufnahme stammt aus Charlottesville. FOTO: afp

Der US-Präsident steht seit den Krawallen von Charlottesville in der Kritik. Im US-Bundesstaat Virginia war es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Ein Rechtsradikaler steuerte sein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten und tötete dabei eine Frau. Trump hatte zunächst von "Gewalt von vielen Seiten" gesprochen und lange vermieden, Rassisten und Neonazis beim Namen zu nennen.

(csi/afp/dpa)
 
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