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Pornodarstellerin
Trump wusste angeblich nichts von Zahlung an Stormy Daniels

Donald Trump wusste angeblich nichts von Zahlung an Stormy Daniels
Donald Trump spricht an Bord der Air Force One auf einem Flug zur Andrews Air Force Base zu Journalisten. FOTO: dpa, EV
Washington . Das Weiße Haus streitet ein angebliches Verhältnis zwischen Trump und der Pornodarstellerin Stormy Daniels vehement ab. Jetzt äußerte sich der Präsident erstmals selbst zu der Sache. Von einer dubiosen Geldzahlung will er nichts gewusst haben.

US-Präsident Donald Trump hat sich zum ersten Mal öffentlich zum Fall Stormy Daniels geäußert. Er habe nichts von einer Zahlung in Höhe von 130.000 Dollar an die Pornodarstellerin gewusst, sagte Trump am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One vor Reportern.

Er wisse auch nicht, warum sein langjähriger Anwalt Michael Cohen das Geld an Daniels gezahlt habe oder woher es stammte. "Da müssen Sie Michael Cohen fragen. Michael ist mein Anwalt", sagte Trump.

Bislang war der US-Präsident Fragen über Daniels ausgewichen. Nach Angaben der Pornodarstellerin hatten die beiden vor zwölf Jahren eine Affäre. Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl 2016 soll Daniels Geld dafür erhalten haben, Stillschweigen in der Sache zu bewahren.

Pornodarstellerin Daniels spricht über angebliche Affäre mit Präsident Trump

Jüngst klagte der Pornostar mit dem bürgerlichen Namen Stephanie Clifford auf Auflösung der Vereinbarung, um ihre Geschichte erzählen zu können. Sie argumentiert, die Vereinbarung sei nichtig, da nicht Trump selbst, sondern lediglich dessen Anwalt unterschrieben habe.

"Dann gibt es auch keinen Geheimhaltungsvertrag"

Cohen hatte angegeben, die 130.000 Dollar aus eigener Tasche gezahlt zu haben. Weder Trump noch dessen Wahlkampfteam seien eingebunden gewesen. Am Donnerstag war er zunächst nicht für eine weitere Stellungnahme zu erreichen.

Als Reaktion auf Trumps Aussage sagte Stormy Daniels Anwalt Michael Avenatti, die Äußerung des Präsidenten könne zu juristischen Problemen führen. Dem Fernsehsender MSNBC sagte er: "Wenn der Präsident nichts über die Zahlung gewusst hat, hat er offensichtlich auch nichts über die (Stillschweige-)Vereinbarung gewusst. In dem Fall kann man keine Vereinbarung haben und dann gibt es auch nicht so etwas wie einen Geheimhaltungsvertrag."

Bei Twitter hatte Avenatti zuvor erklärt, sich sehr darauf zu freuen, "den Wahrheitsgehalt von Herrn Trumps vorgetäuschter Unkenntnis hinsichtlich der Zahlung über 130.000 Dollar - wie an Bord der Air Force One angegeben - zu prüfen". "Wie uns die Geschichte lehrt ist es eine Sache, die Presse zu täuschen und eine ganz andere dies unter Eid zu tun."

Daniels ist eine von mehreren Frauen, die gerichtlich gegen Trump vorgehen. Sie hat angeboten, die 130.000 Dollar zurückzuzahlen. Ihrer Schilderung nach hatten sie und Trump im Jahr 2006 einmal Sex. Die angebliche Beziehung sei anschließend rund ein Jahr weitergegangen. Trump hatte seine Frau Melania 2005 geheiratet, ein Jahr später wurde der gemeinsame Sohn Barron geboren.

(csr/ap)
 
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