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Terroranschläge in Madrid: Drahtzieher zu 40.000 Jahren Haft verurteilt

zuletzt aktualisiert: 31.10.2007 - 13:11

Madrid (RPO). Dreieinhalb Jahre nach den Terroranschlägen in Madrid sind vier der Angeklagten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Überraschend freigesprochen wurde dagegen Rabei Osman, der von der Staatsanwaltschaft als einer der Drahtzieher der Anschläge bezeichnet worden war.

Vier der Hauptangeklagten wurden wegen Mordes und weiterer Angeklagepunkte schuldig gesprochen. Sie wurden zur Höchststrafe von fast 40.000 Jahren Haft verurteilt. 14 Beschuldigte wurden wegen geringerer Straftaten, wie der Zugehörigkeit zu einer terroristischen Gruppen, schuldig gesprochen.

Sieben weitere Angeklagte wurden freigesprochen. Osman sitzt derzeit in Italien in Haft. Er soll sich in einem abgehörten Telefongespräch damit gebrüstet haben, die Anschläge seien seine Idee gewesen.

Die Urteilsverkündung durch Richter Javier Gomez Bermudez erfolgte unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Polizeihunde durchsuchten den Gerichtssaal nach Sprengstoff, über dem Gebäude in Madrid kreisten Hubschrauber.

Den Angeklagten wurde Beteiligung an der Serie von zehn Bombenexplosionen in Madrider Pendlerzügen am Morgen des 11. März 2004 zur Last gelegt. Dabei kamen 191 Menschen ums Leben, etwa 1.800 wurden verletzt.

Islamisten bekannten sich zu den Anschlägen und bezeichneten sie als Racheakt für die Entsendung spanischer Truppen in den Irak. Der fünfmonatige Prozess war im Juli zu Ende gegangen.

Quelle: ap

 
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