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"Spürbare Turbulenzen" in der Politik: Ehrung für Waffen-SS in Österreich abgesagt

zuletzt aktualisiert: 27.08.2009 - 16:33

Wien (RPO). Eine umstrittene Ehrung der Waffen-SS im österreichischen Kärnten ist abgesagt worden. Die für den 20. September geplante Veranstaltung auf dem Ulrichsberg sei auf unbestimmte Zeit verschoben, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit.

Als Gründe nannten sie "spürbare Turbulenzen". Erst vor drei Tagen hatte der österreichische Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) die Teilnahme des Bundesheeres mit der Begründung abgesagt, die Veranstaltung habe nicht genügend Distanz zur nationalsozialistischen Ideologie.

Hintergrund waren Berichte, wonach einer der Organisatoren NS-Devotionalien im Internet angeboten haben soll.

An einem Denkmal auf dem Ulrichsberg versammeln sich seit 1958 alljährlich im September ehemalige Wehrmachtsoldaten und Neonazis, um getöteter Mitglieder der Wehrmacht und der Waffen-SS zu gedenken.

An dem Denkmal in der Form eines großen Kreuzes sind Plaketten zur Erinnerung an die Waffen-SS, die Veteranenorganisation Kameradschaft IV oder an Wehrmachtshelfer aus Spanien, Flandern, Norwegen, Kroatien und Dänemark angebracht.

1995 hatte der Rechtspopulist Jörg Haider einen Eklat ausgelöst, als er in Ulrichsberg die Mitglieder der Waffen-SS als "anständige Menschen" mit "Charakter" bezeichnete.

Quelle: AFP/csi

 
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