China greift Dalai Lama an: "Ein Monster mit menschlichem Gesicht"
zuletzt aktualisiert: 19.03.2008 - 08:54Peking (RPO). China spricht im Tibet-Konflikt von einem "Kampf auf Leben und Tod". Die Regierung greift das geistliche Oberhaupt der Tibeter, den Dalai Lama, scharf an. Er sei "ein Wolf in Mönchskutte, ein Monster mit menschlichem Gesicht und dem Herzen eines Tieres".
"Wir befinden uns derzeit in einem heftigen blutigen und scharfen Kampf mit der Clique des Dalai Lama, einem Kampf auf Leben und Tod mit dem Feind", zitierte die Tageszeitung "Tibet Daily" am Mittwoch den regionalen Chef der Kommunistischen Partei, Zhang Qingli.
Nur wenn nun alle zusammenhielten, könne der soziale Frieden gewahrt und ein Sieg im Kampf gegen den Separatismus errungen werden, heißt es weiter.
Der Dalai Lama kam unterdessen nach Angaben seiner Mitarbeiter mit radikalen Exil-Tibetern zusammen, darunter auch Vertreter des Tibetischen Jugendkongresses, der sich für die Unabhängigkeit Tibets von der Volksrepublik und den internationalen Boykott der Olympischen Sommerspiele in China stark macht.
Der Tibetische Jugendkongress hatte den 72-jährigen Friedensnobelpreisträger aufgerufen, seine Forderungen an Peking zu überdenken: Der Dalai tritt anstelle der Unabhängigkeit für eine größere Autonomie der Himalaya-Region und für Gewaltverzicht ein. Einzelheiten zu den Beratungen wurden zunächst nicht bekannt. Am Dienstag hatte der Dalai Lama seinen Rücktritt angekündigt, sollte die Lage in Tibet außer Kontrolle geraten.
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